LÄNGSTE MONDFINSTERNIS IN BOCHUM GENIESSEN

Bochum – Am Freitag, 27. Juli, ab 20 Uhr lädt das Planetarium Bochum mit dem Luna Festival zu einem Event der besonderen Art ein. Den Anlass bietet ein seltenes astronomisches Ereignis: Die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Das ist ein guter Grund für ein sommerliches Festival für alle Sinne mit Silent Disco und einem einladenden Food-Bereich, bei dem nicht nur Mond-Fans auf ihre Kosten kommen.

Astronomische Sommergefühle beim Luna Festival im Planetarium Bochum

Der Star an diesem Abend ist die Mondfinsternis, bei der der Vollmond für 104 Minuten von 21.30 Uhr bis 23.14 Uhr ganz in den Erdschatten eintaucht. Über Bochum geht der Mond allerdings erst um 21.19 Uhr auf, und dann ist es noch sehr hell. Der Mond wird im Erdschatten zwar nicht ganz unsichtbar, sondern erscheint orange-rot, da ein wenig Licht durch die Erdatmosphäre in den Schatten fällt. Dennoch muss der aufgehende verfinsterte Mond sich erst einmal gegen die Dämmerung durchsetzen. Daher ist lediglich die zweite Hälfte der Finsternis etwa ab 22.30 Uhr bei klarem Himmel zu sehen. Schon ab 20.30 Uhr gibt es aber in der Planetariumskuppel aktuelle Bilder des Beginns der Finsternis aus weiter östlich gelegenen Weltgegenden zu sehen, die von dem Astronomiejournalisten Paul Hombach live moderiert werden.

„Das Tolle an einer Mondfinsternis ist, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Himmelsereignissen gut mit bloßem Auge oder einem mitgebrachten Fernglas zu beobachten ist und man keine professionellen Hilfsmittel braucht, auch wenn wir natürlich das eine oder andere Teleskop vor Ort haben werden. Vielleicht lässt sich am ganz späten Abend sogar ein Blick auf den Mars im Teleskop erhaschen. Der „Rote Planet“ steht am selben Abend der Sonne genau gegenüber und ist außerdem in diesem Jahr der Erde besonders nah,“ erklärt Planetariumsleiterin Susanne Hüttemeister.

Abgerundet wird das Festival-Erlebnis durch das nicht weniger spannende und atmosphärisch dichte Rahmenprogramm. Die Silent Disco mit den zwei regionalen DJ-Größen Timboletti (Organic Electronica) und DJan (Funk, Soul und Chillout Sounds) bietet auch Musikfreunden reichlich Anreize, beim Festival vorbei zu schauen. Der Finsternis-Kommentar kann natürlich auch außerhalb der Kuppel auf dem gesamten Gelände in einem weiteren Kopfhörer-Kanal verfolgt werden. Wer sich vom Tanzen ausruhen möchte, kann dies gemütlich in einem Liegestuhl oder auf einer selbst mitgebrachten Picknickdecke tun.

Vorfreude weckt jetzt schon das umfangreiche kulinarische Angebot. Auf dem Erich-Mendel-Platz zwischen Planetarium und Synagoge sorgen das „Che Vegan“ mit veganen Burgern, das „Delhikat“, ein indischer Street Food-Anbieter, das Restaurant der jüdischen Gemeinde „Matzen“ mit koscheren Snacks, ein Coffeebike, ein Eiswagen von „I Am Love“, ein Fiege-Bierstand sowie die Kult-Currywurst von Dönninghaus bereits ab 13 Uhr für das leibliche Wohl der Gäste. Abends dürfen sich Besucher darüber hinaus auf die Astro-Weinbar, sowie einen Cocktailstand von „School of Drinking“ freuen.

Mit dem Luna Festival, das in einer – so sagt der aktuelle Wetterbericht – geradezu tropischen Sommernacht im Wesentlichen draußen stattfindet, zeigt das Planetarium erneut, dass es Wissenschaft und Kultur auf Spannendste verbindet.

„Wenn im Laufe des Abends alle Liegestühle mit Cocktail-schlürfenden Besuchern besetzt sind, die im Glanz der Discokugel und mit toller Musik auf den Ohren die Faszination für dieses besondere astronomische Ereignis teilen und dabei gleichzeitig die Seele baumeln lassen können, dann hat sich die Mühe der letzten Wochen vollends gelohnt“, kommentieren Jennifer Christoph und Meike Weisner, welche als Team die Eventplanung verantworten.

Das Luna Festival kostet mit Ausnahme der Speisen und Getränke keinen Eintritt. Kopfhörer für die Silent Disco können gegen Pfand entliehen werden.

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