KAMPFMITTEL AUF DEM LEINPFAD GESPRENGT

Der Kampfmittelräumdienst sprengte vor Ort, hier Jetmir Sejdini vom Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes an der Sprengstelle. (Foto: Höffken)

Hattingen – Am gestrigen Samstag (01. Oktober 2022) fand ein Taucher in der Ruhr einen „interessanten Gegenstand“. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Kampfmittel handelte, welches am Sonntagmorgen vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg am Leinpfad kontrolliert gesprengt wurde.

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Nachdem am Samstagnachmittag gegen 18 Uhr ein Taucher einen unbekannten Gegenstand aus der Ruhr an´s Ufer gebracht hatte, war schnell klar, dass es sich hier um ein gefährliches Kampfmittel handelte.

Die Polizei wurde hinzugezogen, ebenfalls der Bereitschaftsdienst vom Ordnungsamt. Dann begannen bis in den späten Samstagabend umfangreiche „interne Vorbereitungs- und Koordinierungsmaßnahmen“, als feststand, das Kampfmittel muss kontrolliert gesprengt werden. Dazu wurde eine geeignete Stelle ausgewählt, bei der keine Strom-, Gas- oder Wasserleitungen beschädigt werden konnten. Vorher hatten Polizei, Ordnungsamt, Bezirksregierung, Feuerwehr, AVU, Stadtwerke, Betriebsamt und DLRG alle erforderlichen Maßnahmen abgesprochen.

Alles gut gegangen, Jetmir Sejdini vom Ordnungsamt (li.) im Gespräch mit den Einsatzkräften des Ortsverbandes DLRG Hattingen-Süd, die für die Sprengung den Wasserweg auf der Ruhr gesperrt hatten. (Foto: Höffken)

Auch Sandsäcke wurden dazu benötigt, die auf dem Hof des Betriebshofes noch am späten Samstagabend mit Sand gefüllt wurden. Bereits unmittelbar nach dem Fund des Kampfmittels war der Uferbereich, wo das Kampfmittel lagerte, weiträumig abgesperrt worden.

Und so verliefen alle Maßnahmen am Sonntagmorgen planmäßig, als die Bereitschaftsdienstmitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung aus Arnsberg am Leinpfad eintrafen.

Es knallte gewaltig

Die Isenbergstraße wurde durch die Polizei für den Zeitraum der Sprengung gesperrt. Einsatzkräfte des Ortsverbandes der DLRG-Hattingen-Süd sperrten den Wasserweg auf der Ruhr, weiterhin sperrten Mitarbeiter des Betriebsamtes die Wanderwege auf dem Leinpfad. Ein Einsatzleitwagen der Feuerwehr war ebenfalls an der Einsatzstelle.

Dann wurde der gefährliche Fund von den Entschärfungsspezialisten der Bezirksregierung an eine geeignete Böschungsstelle transportiert, mit Sandsäcken abgedeckt und anschließend kontrolliert gesprengt. Die Sprengung hinterließ einen Krater und eine deutlich sichtbare Verschmutzung auf dem Leinpfad.

Die Reste des Kampfmittels wurden dann nach der erfolgreichen Sprengung vom Kampfmittelräumdienst aufgenommen und entsorgt, die Sperrungen der Straße und Wege aufgehoben.

Nach der Sprengung des Kampfmittels wurde auch der Leinpfad wieder gereinigt, hier Dominik Cirkel vom Betriebsamt, Jetmir Sejdini vom Ordnungsamt und Michael Schaubert, Bereitschaftsdienstmitarbeiter auf der Kehrmaschine. (v.re.) (Foto: Höffken)

Zum Ende dieses nicht alltäglichen Einsatzes kam dann der Bereitschaftsdienstmitarbeiter des Betriebshofes mit der Kehrmaschine und reinigte den Leinpfad von den Spuren der Sprengung.

Jetmir Sejdini, Bereitschaftsdienstmitarbeiter des Ordnungsamtes und „Chef-Koordinator“, war erleichtert. Der gemeldete Kampfmittelfund-Einsatz an der Isenbergstraße konnte beendet werden. Die dazu erforderliche Zusammenarbeit aller Behörden und Stellen verlief reibungslos und erfolgreich.

Nachtrag: Wie die Stadt Hattingen am Montag, 04. Oktober 2022 mitteilte, handelte es sich bei dem gesprengten Kampfmittel um eine Panzergranate.

3 Kommentare zu "KAMPFMITTEL AUF DEM LEINPFAD GESPRENGT"

  1. Was war das denn nun genau? Mine, Granate, Bombe, Pioniersprengstoff?

  2. Barteczko/Strohdiek | 4. Oktober 2022 um 12:43 |

    Wie im Nachtrag unseres Artikels nachzulesen, handelte es sich um eine Panzergranate.

  3. Danke. Dann war es sicher eine mit einem 5127er Bodenzünder.Die müssen immer vor Ort mit einer Hohlladung gesprengt werden.

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