JUSOS FORDERN KOSTENLOSE HYGIENEARTIKEL

Jusos (Screenshot: RuhrkanalNEWS)

Ennepe-Ruhr-Kreis- Frauen und Mädchen unterstützen und die Periode enttabuisieren wollen die Jusos im Ennepe-Ruhr-Kreis. Vorbild ist für sie die Stadt Hamm. Sie fordern nun von den Bürgermeistern und ihrem Landrat kostenlose Periodenprodukte auf allen öffentlichen Toiletten im Kreis.

„Es kann jeder Frau passieren, dass die Periode unerwartet kommt und sie keine Binde oder Tampon dabei hat. Viele fühlen sich dann unwohl, Eingeschränkt und reagieren mit Scham. Wir wollen diese unangenehmen Situationen verhindern und das Thema Periode enttabuisieren.“, erklärt Janine Schulze, Vorstandsmitglied der Kreisjusos.

Ein weiteres Problem, das die Jusos anführen, ist die Periodenarmut. Sie verweisen auf eine britische Studie, die besagt, dass Frauen über 500 Euro jedes Jahr wegen ihrer Periode ausgeben. Mitberechnet werden bei der Studie die Menstruationsartikel, Schmerzmittel und weitere notwendige Produkte. Viele Frauen und Mädchen könnten sich aber nicht dies alles leisten und beginnen Ersatzprodukte als Menstruationsartikel zu nutzen. Diese stellen eine gesundheitliche Gefahr dar. Andere Frauen und Mädchen würden hingegen weniger bis gar nicht am sozialen Miteinander teilnehmen. 

Die Ennepetalerin Schulze stellt die Forderung der Jusos dar: „Auf jeder öffentlichen Toilette, also in den Schulen, in den Behörden, in den Toiletten in den Fußgängerzonen und öffentlichen Gebäuden soll eine kostenlose Ausgabe von Menstruationsartikeln erfolgen. Wir fordern explizit alle Städte und den Kreis auf dafür zu sorgen. Die Städte und der Kreis sollen entscheiden, ob sie dafür Auslagen einrichten oder entsprechende Spender installieren. Egal wie, dieser Schritt ist längst überfällig.“

Die Jusos verweisen auf Schottland, Neuseeland und Frankreich wo bereits heute ihren Forderungen entsprechend gehandelt wird. „Die Stadt Hamm hat vor wenigen Wochen einen Ratsbeschluss gefasst, mit dem sie nun Periodenprodukte an öffentlichen Toiletten auslegen wird. Mit den Leuten von dort haben wir auch gesprochen. Die Stadt Hamm zeigt: Unsere Forderung ist möglich, die Räte müssen sie nur auch wollen!“, schließt Janine Schulze. 

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