FAST 60% MEHR ROHHOLZEXPORT IM ERSTEN HALBJAHR

NRW-Rohholzexport 1. Halbjahr 2020 (Grafik: IT.NRW)

Nordrhein-Westfalen- Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im ersten Halbjahr 2020 Rohholz im Wert von 65,6 Millionen Euro; das waren 33,0 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden insgesamt 902 913 Tonnen an Baumstämmen oder grob zugerichteten Schnitthölzern exportiert, das war ein Anstieg von 57,5 Prozent. Allein im Juni erreichten die Ausfuhren eine Menge von 194 469 Tonnen, damit wurde der bisherige Spitzenwert vom Oktober 2019 um rund 23 000 Tonnen überschritten. Der aus dem Verhältnis von Exportmenge und -wert ermittelte durchschnittlich Preis für Rohholz war im ersten Halbjahr 2020 mit 72,60 Euro je Tonne um 13,40 Euro niedriger als im ersten Halbjahr 2019.

Das überdurchschnittliche Exportwachstum geht im Wesentlichen auf die gestiegene Ausfuhren von Fichten- und Tannenhölzern zurück. Allein bei diesen Holzarten wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 851 827 Tonnen exportiert (+352 522 Tonnen bzw. +41,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2019). Damit waren 94,3 Prozent der gesamten Rohholzexporte Fichten- oder Tannenholz. Auch die Ausfuhren von Kiefernholz waren mit einer Gesamtmenge von 11 168 Tonnen höher als im ersten Halbjahr 2019. Bei allen übrigen Holzarten gingen die Exportmengen zurück.

Hauptabnehmerländer von Rohholz aus NRW von Januar bis Juni 2020 waren China (451 566 Tonnen; Anteil: 50,0 Prozent), Belgien (216 969 Tonnen; 24,0 Prozent), Österreich (58 998 Tonnen; 6,5 Prozent), Niederlande (48 443 Tonnen; 5,4 Prozent) und Luxemburg (23 197 Tonnen; 2,6 Prozent). Damit erreichen die Beneluxstaaten zusammen einen Anteil von 32,0 Prozent an den Rohholzexporten. Im ersten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 77 561 Tonnen von den Beneluxstaaten importiert. Damit erhalten Importeure in Nordrhein-Westfalen ihr Rohholz zu 91,3 Prozent aus Belgien oder aus den Niederlanden bzw. aus Luxemburg.

Ob die Waren nach Versand aus NRW über weitere Landesgrenzen bzw. Seehäfen weiter transportiert worden sind, wird statistisch nicht erfasst.

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