Hattingen/Sprockhövel – Mit dem 30. April 2026 endet bei der Volksbank Sprockhövel eG eine Ära. Vorstandsvorsitzender Rudolf Hermanns verabschiedet sich nach mehr als drei Jahrzehnten in den Ruhestand. Für den 65-Jährigen ist dieser Donnerstag ein besonderer Tag. Sein letzter offizieller Arbeitstag markiert zugleich den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.
Seit über 30 Jahren ist Hermanns mit der Genossenschaftsbank verbunden, davon 24 Jahre im Vorstand. In dieser Zeit hat er die Entwicklung der Volksbank Sprockhövel maßgeblich geprägt. „Als ich in den Vorstand berufen wurde, war die finanzielle Lage bescheiden. Heute stehen wir wirtschaftlich sehr solide da“, blickt Hermanns zurück. Gemeinsam mit seinem langjährigen Vorstandskollegen Michael Vogelsang habe man die Bank strategisch weiterentwickelt, etwa durch den Ausbau der Wertpapierberatung, die Gründung der Mitgliederstiftung sowie zahlreiche Projekte zur Stärkung der regionalen Verbundenheit.
Ein besonderes Anliegen war ihm stets die Förderung des eigenen Nachwuchses. Rund 70 Auszubildende wurden während seiner Vorstandsjahre begleitet, etwa 50 davon dauerhaft übernommen. „Investitionen in Aus- und Weiterbildung zahlen sich immer aus“, betont Hermanns. Mit Tobias Wilmer übernimmt nun ein langjähriger Mitarbeiter und „Eigengewächs“ der Volksbank Verantwortung im Vorstand – ein Übergang, den Hermanns aktiv mitgestaltet hat.
Geboren in Paderborn und aufgewachsen in Borlinghausen in Ostwestfalen-Lippe, führte ihn sein beruflicher Weg über Münster und Gronau schließlich 1995 nach Sprockhövel. Dort fand er gemeinsam mit seiner Frau Ulla und den beiden Söhnen eine neue Heimat. Die enge Verbindung zur Region und zu den Menschen prägte sowohl sein berufliches als auch sein privates Leben.
Für Rudolf Hermanns beginnt ein neuer Lebensabschnitt
Für die Zukunft hat sich Hermanns bewusst Zeit für Familie und persönliche Interessen vorgenommen. Besonders freut er sich darauf, seine im Allgäu lebenden Brüder häufiger zu besuchen. Auch Reisen, Fahrradtouren und gemeinsame Unternehmungen mit der Familie stehen auf der Agenda. „Ich freue mich darauf, etwas mehr Zeit zu haben“, sagt er.
Ganz ohne Zahlen wird es für den Betriebswirt allerdings wohl nicht gehen. Mit einem Augenzwinkern kündigt Hermanns an, künftig verstärkt im Haushalt mit anzupacken – wenn auch weiterhin mit einer gewissen Affinität zu Tabellen und Struktur.
Den geplanten Neubau der Volksbank Sprockhövel wird er künftig aus der Perspektive eines Kunden verfolgen. Unter dem Motto „Zeit für einen Wechsel“ vollzieht die Bank damit nicht nur einen personellen, sondern auch einen symbolischen Übergang in die Zukunft.




























Kommentar hinterlassen zu "Der letzte Arbeitstag"