DAS GROSSE THEMA WIRD DIE ENTSCHULDUNG DER KOMMUNEN SEIN

Axel Echeverria im RuhrkanalNEWS-Interview (Foto: Leon Reinecke)

Ennepe-Ruhr-Kreis/Hattingen- Axel Echeverria tritt zum ersten mal für die SPD an, um einen Sitz in Deutschen Bundestag zu erringen. Er tritt damit in die Fußstapfen von Ralf Kapschack, der hatte nach zwei Legislaturperioden in Berlin, im Oktober 2020 erklärt nicht mehr antreten zu wollen. Um seine Nachfolge im Wahlkreis 139 haben sich daraufhin Tanja Knopp und Axel Echeverria beworben. Am Ende setzte sich der 41-jährige Historiker aus Witten durch. Axel Echeverria ist seit 2009 Mitglied der SPD. Derzeit ist er Vorsitzender der Wittener SPD und Mitglied im Vorstand der SPD Ennepe-Ruhr. Von 2009 bis 2020 ist er sachkundiger Bürger der SPD-Ratsfraktion Witten im Ausschuss für Jugendhilfe und Schule und von 2019 bis 2020 Mitglied des Kreistags Ennepe-Ruhr.

Sollte er in den Bundestag gewählt werden, will sich der gestandene Lokalpolitiker im Ennepe-Ruhr-Kreis, neben der Arbeitsmarktpolitik, vor allem auf die finanzielle Ausstattung der Kommunen kümmern. „Wir müssen dafür sorgen, dass den Städten und Kreisen nicht immer mehr Aufgaben aufgebürdet werden, die sie finanziell überfordern“ sagt Echeverria. „Es geht aber auch darum, sie von ihren Altschulden zu befreien.“ In den vergangenen Jahren seien Bund und Land zunehmend dazu übergegangen die Kosten für ihre Verpflichtungen nicht mehr vollständig zu erstatten. Das erhöhe, gerade in der Pandemie, den Druck auf die Kommunen.

Die Altschulden können, so lautet eine Idee, in einen Fonds überführt und dort nach und nach abgezahlt werden. Das betrifft, wenn es nach Echeverria geht, alle Schulden, also auch die der Länder und des Bundes. Gerade in der aktuelle Lage mit niedrigen Zinsen die der Bund zahlen muss, wäre das für alle Beteiligten von Vorteil, so Echeverria. Wie groß die Chancen sind auch an einer künftigen Bundesregierung beteiligt zu sein, wagt der Bundestagskandidat nicht abzuschätzen. „Natürlich haben die Grünen gerade einen Lauf. Annalena Baerbock macht vieles richtig gut, aber vor vier Jahren hielten zum gleichen Zeitpunkt viele Medien Martin Schulz für den kommenden Kanzler“, erinnert Echeverria. „Es kann sich noch viel tun.“

Armin Laschet, Kandidat der CDU, geht nach Ansicht des SPD-Manns beschädigt in den Wahlkampf. Die Auseinandersetzung mit Söder sei nicht gut für die CDU gewesen. Ob Olaf Scholz wirklich der beste Kandidat für die SPD ist, beantwortet Axel Echeverria im RuhrkanalNEWS-Interview vor der Kamera.

Axel Echeverria im RuhrkanalNEWS-Interview
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