DARMKREBSZENTRUM IN BOCHUM IST ANERKANNTES ZWEITMEINUNGSZENTRUM

Oberarzt PD Dr. Torsten Herzog, Bereichsleiter Kollorektal-Chirurgie am St-Josef-Hospital, im OP (Foto: Katholisches Klinikum Bochum)

Bochum- Das Darmkrebszentrum des zum Katholischen Klinikum Bochum gehörenden St. JosefHospitals spezialisiert sich weiter und ist von der Deutschen Krebsgesellschaft zum Zweitmeinungszentrum ernannt worden. Das Behandlungsspektrum für die Patienten wird damit erweitert und abgerundet.

Der Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Prof. Waldemar Uhl, sieht in dieser zusätzlichen Zertifizierung eine vor allem aus Patientensicht sinnvolle Ergänzung: „Mit der Anerkennung als Zweitmeinungszentrum können sich Patienten bei uns fortan kostenlos beraten lassen und eine zweite Meinung einholen. Insbesondere bei schwierigen Operationen, die an weniger spezialisierten Zentren eher selten durchgeführt werden, kommen Patienten zu uns, um sich über alle Chancen und Risiken einer Operation beraten zu lassen.“

Oberarzt PD Dr. Torsten Herzog, Bereichsleiter Kollorektal-Chirurgie am St-Josef-Hospital, im Beratungsgespräch (Foto: Katholisches Klinikum Bochum)

„Grundsätzlich“, ergänzt Prof. Uhl, „kann sich jeder Patient des Knowhows in unserem hochspezialisierten Darmkrebszentrum bedienen. Wir sichern auch mit Blick auf unsere soeben mit sehr guten Noten und ohne jede Beanstandung erteilte Rezertifizierung eine anerkannt hohe Behandlungsqualität nach aktuellem wissenschaftlichem Standard zu. Und daran lässt sich unser gesamtes Team messen!“

Insbesondere bei komplexen Befunden sind interdisziplinär erstellte Diagnosen und Therapien für Patienten mit Dick- und Enddarmkrebs entscheidend. Im St. Josef-Hospital ist dieses wichtige Prinzip durch die enge Kooperation zwischen der Chirurgie (Prof. Waldemar Uhl), der Onkologie (Prof. Anke Reinacher-Schick) sowie der Strahlentherapie (Prof. Irenäus Adamietz) sichergestellt.

Einen Schwerpunkt des Zentrums bildet die Behandlung von Enddarmerkrankungen. Eine deutlich gesteigerte Weiterentwicklung der Operationstechniken macht heute in vielen Fällen den Erhalt des Schließmuskels möglich. Darüber hinaus kann heute ebenso schonend eine Vielzahl von Tumoren am Dick- und Enddarm minimalinvasiv entfernt werden („Schlüssellochtechnik“).

Der Bereichsleiter der Kolorektalchirurgie im St. Josef-Hospital, Oberarzt PD Dr. Torsten Herzog, hat klare Ziele vor Augen: „Eine möglichst hohe Versorgungsqualität stellt unsere Klinik stets in den Mittelpunkt. Bislang konnten wir uns da immer auf sehr gute Ergebnisse stützen. Belegt wird dieser Behandlungserfolg durch Rückmeldungen der Pathologen. Bei der Untersuchung der von uns entfernten Tumorgewebe erreichen wir seit Jahren die bestmöglichen Resultate.“

Das Bochumer Darmkrebszentrum ist 2006 als erstes Zentrum seiner Art bundesweit zertifiziert worden. Es zählt zu den Zentren, die von der Deutschen Krebsgesellschaft empfohlen werden. Im St. Josef-Hospital Bochum werden jährlich mehr als 200 Patienten mit Darmerkrankungen operiert.

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