CORONA: ERSTE POSITIVE TESTS IN SCHULEN IM KREIS

Corona-Virus (Grafik: US Centers for Disease Control and Prevention)

Ennepe-Ruhr-Kreis- Positiv getestete Reiserückkehrer hatten am vergangenen Freitag erstmals auch Auswirkungen auf verschiedenen Schulen im Kreis. In Hattingen waren zwei Geschwisterkinder positiv getestet worden. In Witten und Sprockhövel gab es in Familien mit fünf Schülern bestätigte Fälle. Da alle Kinder nach den Sommerferien bereits wieder zur Schule gegangen waren, hat das Gesundheitsamt umfangreiche Recherchen durchgeführt und erste Tests veranlasst. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Die positiv getesteten Geschwisterkinder aus Hattingen besuchen die Grundschule Heggerfeld und die Realschule Grünstraße. Am Dienstag, 18. August, steht für alle ermittelten Kontaktpersonen aus der Schüler- und Lehrerschaft beider Schulen ein vom Gesundheitsamt des Kreises organisierter Test an.

In Witten hatten positiv getestete Familienmitglieder von Schülern zu möglichen Verdachtsfällen an der Grundschule Hüllberg und der Otto-Schott Realschule geführt. Die Testergebnisse liegen nun vor. Sie sind alle negativ. Die beiden betroffenen Schüler bleiben trotzdem weiter als Kontakpersonen in Quarantäne. Eine Testung der betroffenen Schulklassen und Mitschüler muss nicht erfolgen und der Unterricht kann wieder stattfinden.

In Sprockhövel besucht ein Kind die Wilhelm-Kraft Gesamtschule, in dessen Familie Angehörige positiv getestet wurden. Das Testergebnis liegt nun ebenfalls vor und ist negativ ausgefallen. Das betroffene Kind bleibt als enge Kontaktperson weiter in Quarantäne. Da die Wilhelm-Kraft Gesamtschule eine weiterführende Schule mit Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist, müssen keine weiteren Schüler oder Lehrer getestet werden. Der Unterricht kann weiter stattfinden.

Ebenfalls in Sprockhövel hat es auch an der Mathilde-Anneke-Hauptschule einen Verdachtsfall gegeben. Das Testergebnis liegt nun vor und ist positiv. Die Testung der betroffenen Klasse wird derzeit vom Gesundheitsamt geplant. Die Klasse ist bis zum Vorliegen der Testergebnisse vorsorglich geschlossen, jedoch nicht komplett in Quarantäne. Für eine Mitschülerin wurde vom Ennepe-Ruhr-Kreis eine Quarantäne angeordnet, zwei weitere werden durch das für den Wohnort zuständige Gesundheitsamt betreut, da sie nicht im Ennepe-Ruhr-Kreis wohnen.

Da es bereits zu ersten Fragen und Irritationen unter den Schülern, Lehrern und Eltern der betroffenen Schulen rund um das Thema „angeordnete Quarantäne“ bzw. „vorsorgliche Klassen-Schließung“ gekommen ist, betont das Gesundheitsamt des Kreises, dass bei Auftreten eines jeden positiven Falls die Situation in der jeweiligen Klasse jedes Mal aufs Neue genau bewertet wird.

„An erster Stelle steht bei jedem Fall immer die Sicherheit aller Beteiligten“, erklärt Krisenstabsleiter Michael Schäfer. Ein vorsorglicher Ausschluss einer Klasse, um Testungen zu planen und durchzuführen, ist somit nicht automatisch mit einer angeordneter Quarantäne für alle Schülerinnen und Schüler gleichzusetzen, sondern dient in erster Linie dem Schutz aller Beteiligten.

Um angeordnete Quarantänen auszusprechen, müssen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zunächst akribisch alle Kontaktpersonen ermitteln und dabei eine Reihe von Aspekten berücksichtigen. Darunter fällt zum Beispiel, ob eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wurde. Auch abgefragt werden müssen infektionsrelevante Zeiträume, Abstandseinhaltung, die Aufenthaltsdauer oder die Lüftungssituation in den Klassenräumen und noch einige weitere Aspekte. Erst am Ende dieser aufwendigen Prüfung können Quarantänen ausgesprochen werden.

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