Für hohen Besuch hatte sich der Hattinger Ruderverein herausgeputzt. Hinter dem Vereinshaus war bereits alles für die Rückkehr vom Wasser vorbereitet. Schließlich macht Rudern hungrig – und der Grill verströmte schon einen ziemlich verführerischen Duft, bevor Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überhaupt ins Boot gestiegen war.
Der Besuch beim Hattinger Ruderverein bildete am Mittwochabend den Abschluss des zweiten Tages seiner „Ortszeit“ in Hattingen. Und dabei blieb es nicht bei einem kurzen Besuch am Vereinsheim. Für den Bundespräsidenten ging es hinaus auf die Ruhr – im Vierer mit Steuermann.
Dass hier das Staatsoberhaupt aufs Wasser ging, war allerdings kaum zu übersehen. Auf der Ruhr waren Boote der Polizei unterwegs, am Ufer sorgten Sicherheitskräfte für Abstand. Für die Presse war weit vor dem Steg Schluss. Aber auch mit etwas Abstand ließ sich erkennen: Das sollte keine Showveranstaltung werden, bei der der prominente Gast im Boot sitzt, freundlich winkt und die anderen die Arbeit machen.
Frank-Walter Steinmeier legte sich ordentlich in die Riemen.
(Fotos: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)
Im lässigen T-Shirt statt im feinen Zwirn saß der Bundespräsident mit im Boot und ruderte mit. Und auch an Land gab es keinen präsidialen Sonderweg. Das Boot wurde gemeinsam zu Wasser gelassen. Nach der Rückkehr packte Steinmeier wieder mit an, half dabei, das Boot aus der Ruhr zu holen und auf den Hänger zu laden.
Damit passte der Besuch ziemlich gut zu einem Verein, bei dem gemeinsames Anpacken seit Jahrzehnten dazugehört.
Der Hattinger Ruderverein wurde am 2. März 1951 neu gegründet und feiert damit in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Heute zählt der Verein unter dem Vorsitz von Anna-Luise Lensing etwas mehr als 60 Mitglieder und verfügt über 25 Boote vom Einer bis zum Vierer. Sportlich blickt der Verein auf zahlreiche Erfolge bis hin zu Deutschen Jugend-Meisterschaften sowie Silbermedaillen bei U19-Europa- und Weltmeisterschaften zurück.































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