LWL IM ZEICHEN DES FRAUENTAGES

Frauen und der Arbeitskampf (Foto: Archiv LWL)

Hattingen – Ganz im Zeichen des Internationalen Frauentages steht der Sonntag (8.3.) im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt ab 11 Uhr zu einem abwechslungsreichen Programm ein.

THEMA: Duisburg Rheinhausen/ Kampf um den Erhalt des Huettenwerkes Rheinhausen der Krupp Stahl AG 1987/ 88: Nach einem Vorstandsbeschluss, der Ende Nov. 87 bekannt wurde, sollte die Huette komplett geschlossen werden – in einem beispiellosen Arbeitskampf wehrte sich die Belegschaft gegen diese Beschluesse: Szene waehrend des Solidaritaetsfestes „Rheinhausen ist ueberall“ am 16.4.1988

Beim Rundgang „Kolleginnen und Kollegen“ über das ehemalige Werksgelände (11, 14 und 16 Uhr) erfahren Gäste mehr über die Arbeit von Frauen auf der Hütte. In den Sonderausstellungen „Vom Streben nach Glück – 200 Jahre Auswanderung aus Westfalen“ und „BOOM! – Vom Abbruch und Aufbruch der Hütte“ beantworten Museums-Guides Fragen über Auswandererinnen aus Westfalen bzw. zur Fraueninitiative, die 1986/87 um den Erhalt des Werkes kämpfte.

Gemütlich wird es ab 14 Uhr im Foyer der Henrichshütte bei Tee, Kaffee und Süßem im „Internationalen Frauencafé“. Die Initiative, die 2019 mit dem Anneke-Preis der Stadt Hattingen ausgezeichnet wurde, informiert unter anderem über ihr Dokumentarfilmprojekt zu „Gastarbeiterinnen“ in Hattingen. 

Um 15.30 Uhr setzt ein Tanz-Flashmob unter dem Motto „One Billion Rising“ ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Die Gäste sind zum Mittanzen eingeladen.

Mit der Fraueninitiative aus der Zeit des Hüttenkampfes beschäftigt sich Historikerin Alicia Gorny in einem Vortrag um 17.30 Uhr. Im Anschluss berichten Mitstreiterinnen von damals von ihren Erfahrungen. Mit dabei sind auch Frauen, die den Kampf um den Fortbestand des Unternehmens Mönninghoff unterstützten. 

Alle Angebote sind im Museumseintritt enthalten (Erwachsene 5 Euro).

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