2.968 KLEINE WAFFENSCHEINE AUSGESTELLT

Eine SRS-Waffe. (Foto: Höffken)

Ennepe-Ruhr-Kreis – Die Anzahl der insgesamt bisher ausgestellten Kleinen Waffenscheine im Bereich der Kreispolizeibehörde Schwelm (KPB) beträgt aktuell knapp 3.000. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im Ennepe-Ruhr-Kreis scheint besser zu sein als das in einigen anderen Bereichen von NRW, auch wenn im Ennepe-Ruhr-Kreis mehr „sichtbare“ Polizei gewünscht wird.

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Immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen besitzen einen Kleinen Waffenschein. Nach Angaben des Innenministeriums liegt die Zahl der erteilten Genehmigungen zum Stichtag 31. August 2022 bei knapp 190.000, während es im vergangenen Jahr noch 181.000 Scheine waren. Damit wird in NRW der höchste Stand an ausgestellten Kleinen Waffenscheinen seit zehn Jahren erreicht. Zum Vergleich: 2015 lag die Zahl der Kleinen Waffenscheine noch deutlich niedriger bei knapp 71 000.

Nur leichter Anstieg

„Im Bereich der Kreispolizeibehörde Schwelm (KPB) wurden bisher in diesem Jahr 114 Kleine Waffenscheine erteilt“, sagte heute (09. November 2022) Polizeihauptkommissarin Sonja Wever vom Leitungsstab der Polizei auf Anfrage von ruhrkanal@news. Im letzten Jahr (2021) waren es 109 Erteilungen. Besitzer/-innen eines kleinen Waffenscheins sind zum Führen von Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen (SRS) berechtigt.

In den Vorjahren wurden mehr entsprechende Anträge gestellt und genehmigt, nämlich im Jahre 2017 329 Kleine Waffenscheine (KWS), im Jahre 2018 185 KWS, in 2019 194 KWS und im Jahre 2020 142 KWS.

Die Polizei weist daraufhin, dass der Besitz des Kleinen Waffenscheines keine Schießerlaubnis ist. „Geschossen werden darf mit SRS-Waffen nur in Notwehrsituationen, in allen anderen Fällen wird das Schießen unweigerlich zu einem Polizeieinsatz mit allen Folgen führen“, so die Polizei. Wichtig ist auch, dass diese Waffen nicht öffentlich sichtbar- und nicht bei öffentlichen Veranstaltungen mitgeführt werden dürfen. Und auch zum Abfeuern der Waffe in der Öffentlichkeit legitimiert der kleine Waffenschein nicht.

Da viele Schreckschusspistolen im Vergleich zu „scharfen Waffen“ täuschend ähnlich aussehen, warnt die Polizei immer wieder vor Besitz und Gebrauch. Private Waffen schaffen nicht mehr Sicherheit – im Gegenteil: Sie haben das Potenzial, Konflikte in Gewalt eskalieren zu lassen.

Pyrotechnische Munition zu Silvester

Besitzer von SRS-Waffen sollten beachten, dass die Verwendung dieser Waffen zum Abschießen pyrotechnischer Munition zu Silvester bzw. Neujahr an strenge Auflagen gebunden ist. Man sollte sich darüber vorher bei der Polizei erkundigen.

Die NRW-Polizei hat durch zahlreiche Maßnahmen in den letzten Jahren wiederholt verdeutlicht, dass sie sich das Ordnungs- und Gewaltmonopol nicht aus der Hand nehmen lässt.

Mehr Polizei gewünscht

Im Herbst 2019 wurden bei einer landesweit repräsentativen Bevölkerungsbefragung 60.002 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen unter anderem zu ihrem Sicherheitsgefühl und ihren Erfahrungen mit Kriminalität befragt.

Danach fühlt sich die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens in ihren Wohnungen/Häusern und Wohngegenden größtenteils sicher. Unsicherheitsgefühle zeigen sich dagegen insbesondere in öffentlichen Räumen bei Nacht. Die Opferwerdung durch Eigentums- und Vermögensdelikte wird stärker gefürchtet als die durch Gewalt- und Sexualdelikte.

Kommentar: Auch wenn offizielle Stellen immer wieder betonen, die Anzahl der tätigen Polizeikräfte im Bereich der Kreispolizeibehörde Schwelm wäre ausreichend, so bleibt es ein dringendes Erfordernis, diese Zahl der Beamtinnen und Beamten zeitnah zu erhöhen.

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