WAS MACHTEN STADTMARKETING UND WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG WÄHREND CORONA-LOCKDOWN?

Hattingen Marketing (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Bei der vergangenen Ratssitzung am 25. Juni 2020 stellte der CDU Fraktionvorsitzende Gerd Nörenberg eine Anfrage an die Stadtverwaltung. Er wollte wissen, was Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing während der Corona-Krise, als das öffentliche Leben zum großen Teil runtergefahren war, unternommen hat um die heimische Wirtschaft zu unterstützen.

Zur Erinnerung: Gastronomiebetriebe waren geschlossen, die meisten Einzelhandelsgeschäfte ebenso. Alles mit dem letztendlich erreichen Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus´ zu bremsen. Die Stadtverwaltung hat die Anfrage schriftlich beantwortet. Hier ist sie im vollen Wortlaut:

Die Wirtschaftsförderung war trotz aller Restriktionen vollumfänglich im Einsatz um neben den weiterlaufenden Tages- und Projektarbeiten v. a. telefonisch Klein- und Kleinstbetriebe sowie Soloselbständige überwiegend zu Soforthilfe, Kurzarbeiterregelungen und Liquiditätsfragen zu beraten. Bezogen auf Hattingen wurden insgesamt 1331 Anträge auf Corona-Soforthilfe im Umfang von 13,8 Mio. € genehmigt. In Kooperation und unter Einbindung von Partnern wie Arbeitsagentur, IHK, Handwerkund EN-Agentur wurden Informationen von Bund, Land und Förderbanken zugänglich gemacht. Ein stetiger Austausch mit relevanten Akteuren – zumeist digital in Konferenzen etablierter Netzwerke – sichert ein bedarfsorientiertes Begleit- und Beratungsangebot für die Unternehmen. Die örtliche Wirtschaftsförderung ist von Beginn an Partner der „Corona-Allianz Ruhr“ im Mittleren Ruhrgebiet, ein Verbund wesentlicher wirtschaftsrelevanter Akteure, Universitäten, Banken, Wirtschaftsprüfern mit interessierten Unternehmen unter Koordination der IHK. Ziel der Kooperation ist neben und nach der Bewältigung der akuten pandemischen Auswirkungen auch, Handlungsoptionen und Strategien für die Zukunft der Unternehmen – insbesondere bei der Digitalisierung – zu erörtern und zu unterstützen. Gastronomie, Einzelhändler sowie Dienstleister wurden durch die Portale „Hattingen hält zusammen“ und „EN liefert“ in den Fokus gerückt. „Hattingen bleibt bunt“ – ein Gutscheinportal nach dem Modell der „Veedelsretter “ in Köln und von der Wirtschaftsförderung mit Uli Wilkes angestoßen – ging in das Gemeinschaftsprojekt „EN bleibt bunt“ mit der EN-Agentur ein. In diesen Tagen geht das Portal www.hattingen-erleben.de ans Netz, eine Fortentwicklung des früh gestarteten Stadtmarketing-Portals „Hattingen hält zusammen“. Darin werden auch lokale Kaufanreize implementiert. Die Unterzeichnung der „Gevelsberger Erklärung“ durch BM Glaser und die Unterstützung der Aktion „Stühle raus“ richten den Fokus auf die Gastronomie. Speziell für und mit besonders betroffenen Händlern und Gastronomen nehmen Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing an wiederkehrend online durchgeführten Händler-Digitalkonferenzen als Austauschformate zu Erfahrungen und künftigen Handlungsoptionen teil. Im gerade startenden Projekt „Bundle up: Digitalen und stationären Handel zusammen denken“, an dem die Wirtschaftsförderung mitarbeitet, werden Chancen zur Neuausrichtung interessierter Händler ausgelotet. Neben der Corona-Allianz Ruhr und der Digitalkonferenz der Händler dienten zudem Austauschformate wie das IHK-Wirtschaftsforum mit Unternehmen unterschiedlicher Branchen, der Arbeitskreis Innenstadt unter Federführung des Stadtmarketings, der Stadtmarketingvorstand und eine verwaltungsinterne „Corona-Arbeitsgruppe“ der Analyse vor Ort und der Einleitung und Umsetzung möglicher Maßnahmen.

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