Hattingen – Am Gymnasium Waldstraße ist der nächste sichtbare Schritt für die neue Containeranlage gemacht. Nachdem am Dienstag (16. Juni 2026) das Erdgeschoss aufgestellt wurde, folgte am Mittwoch die erste Etage. Damit steht der zweigeschossige Baukörper der Übergangslösung bereits deutlich erkennbar auf dem Schulgelände. Was jetzt noch fehlt, sind unter anderem die Außentreppen, der weitere Innenausbau und die abschließende Abnahme.
Für die Schule sind die zusätzlichen Räume keine Nebensache, sondern dringend notwendig. Schulleiterin Tabea Goering machte vor Ort deutlich, warum die Containeranlage für den weiteren Schulbetrieb so wichtig ist. „Wir freuen uns total über die Container, weil wir dadurch noch einmal vier große Klassenräume gewinnen“, sagte sie.
Hintergrund ist die Umstellung von G8 auf G9. Nach den Sommerferien hat das Gymnasium vier Klassen mehr. „Für die haben wir in unserem normalen Gebäude gar keinen Platz“, so Goering. Deshalb sei es wichtig, dass die neuen Räume zum 1. September bezugsfertig sind. Ohne diese zusätzlichen Klassenräume würde die Schule nach den Sommerferien vor einem erheblichen Raumproblem stehen.
Einziehen sollen allerdings nicht die neuen Fünftklässler, sondern die künftigen zehnten Klassen. Das hat praktische Gründe. Die Containeranlage liegt in einem Bereich, in dem auch Verkehr zum Tennisverein und zum Restaurant eine Rolle spielt. Für jüngere Schüler wäre das unübersichtlicher. Die älteren Schüler können mit dieser Situation besser umgehen.
Auch wenn die Module von außen bereits stehen, ist bis zur Nutzung noch einiges zu erledigen. Architektin Lucy Murawski erläuterte vor Ort, dass nun unter anderem Decken, Böden, Türen, Klimageräte sowie Wasser-, Abwasser- und Elektroanschlüsse folgen. Auch die sicherheitsrelevanten Anlagen müssen noch angeschlossen und geprüft werden. Vor der Nutzung steht außerdem die Bauabnahme an.
Containeranlage am Gymnasium nimmt Form an. (Fotos: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)
Gut vorbereitet war die Anlieferung der großen Module. Die Schule hatte im Vorfeld mitgearbeitet, damit der Parkplatz freigehalten wurde und die Lkw ausreichend Platz hatten. Auch die sogenannten Elterntaxis sollten an den beiden Aufbautagen möglichst aussetzen. Das hat nach den Eindrücken vor Ort gut funktioniert. Für die schweren Fahrzeuge wurde die Fahrspur zusätzlich mit dicken Gummimatten verbreitert, um Rasen und Erdflächen zu schonen und den nötigen Wendekreis zu ermöglichen.
Bereits im Vorfeld hatte die AVU ein zusätzliches Stromkabel von der Friedrichstraße aus zur Containeranlage gelegt. Der vorhandene Stromanschluss auf dem Schulgelände hätte für die Versorgung der neuen Räume nicht ausgereicht.
Ganz ohne Gestaltung kommt die Übergangslösung ebenfalls nicht aus. Am Eingang soll noch ein Vordach montiert werden, das die Farbgestaltung der Anlage aufgreift und einen kleinen architektonischen Akzent setzt. Zusammen mit den noch fehlenden Außentreppen wird damit auch die Erschließung der oberen Etage fertiggestellt.
Langfristig ist die Containeranlage Teil einer größeren Entwicklung auf dem Gelände. In dem Bereich, in dem jetzt der Kran stand, soll später eine Straße zum Tennisverein geführt werden. Das hängt mit dem geplanten Erweiterungsbau zusammen, der in den kommenden Jahren entstehen soll.
































Schöner Artikel über die neuen Klssenräume… Nur: Die neue Schulleitung heißt Goering. Mit N!!!
Vielen Dank für den Hinweis haben wir geändert