Hattingen – Die Neugestaltung der Bahnhofstraße wird zunehmend sichtbar: Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing (SPD) hat sich gemeinsam mit Baudezernent Jens Hendrix und Bauleiter Markus Maas ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten gemacht. Die umfassende Sanierung ist das größte Straßenbauprojekt der Stadt Hattingen und entwickelt die Bahnhofstraße zu einer modernen Verkehrsverbindung mit besonderem Fokus auf Klimaschutz, Hitzeminderung und Radverkehr.
„Die Bahnhofstraße wird künftig eine wichtige Verbindung zwischen Altstadt und Ruhrtalradweg sein und dabei deutlich mehr Aufenthaltsqualität bieten“, erklärt Baudezernent Jens Hendrix. „Unser Ziel ist es, dieses Tor zur Stadt mit seiner historischen Architektur aufzuwerten und Besucherinnen und Besuchern eine attraktive Möglichkeit zu geben, ihr Fahrrad sicher abzustellen und anschließend die Altstadt zu Fuß zu erkunden.“
Viele Maßnahmen zum Klimaschutz prägen das Bild
Auf einer Gesamtfläche von rund 6.000 Quadratmetern wird neues Pflaster verlegt. Hinzu kommen etwa 2.600 Quadratmeter sandsteinfarbener Asphalt. Die hellen Materialien wurden bewusst ausgewählt, da sie sich bei sommerlicher Hitze weniger stark aufheizen und damit zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.
Die Arbeiten umfassen nicht nur den Abschnitt zwischen August-Bebel-Straße und Martin-Luther-Straße. Auch ein Teil der Bahnhofstraße in der Fußgängerzone sowie die Ruhrgasse – der Weg hinter dem Bürgerbüro hinunter zu den Teichen auf dem Hüttengelände – werden neu gestaltet.
Aktuell arbeiten die Bagger im Bereich zwischen Fußgängerzone und der Kreuzung August-Bebelstraße/Bahnhofstraße. Der Gehwegbereich ab der Kreuzung Wülfingstraße ist bereits fertiggestellt. „In Kürze wechselt die Baustelle auf die andere Straßenseite zurück bis hin zur Kreuzung Wülfingstraße. Zum Schluss wird in diesem Bereich die Fahrbahn asphaltiert“, erläutert Bauleiter Markus Maas. Auch die nicht mehr benötigten Straßenbahnschienen werden im Zuge der Arbeiten entfernt.
„Die Bahnhofstraße ist ein Pilotprojekt für klimaangepasste Stadtentwicklung. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, was hier in den letzten Monaten umgesetzt wurde und wie es kontinuierlich weitergeht“, so Melanie Witte-Lonsing.
Ein spezieller Pflasterstein wird im Bereich der Bahnhofstraße in Hattingen erstmals verlegt. Er nimmt Regenwasser auf und speichert es wie ein Schwamm. Dadurch wird die Oberfläche gekühlt, und das Wasser kann in einem unterirdischen System gesammelt werden. Dieses gespeicherte Wasser dient anschließend der Bewässerung der 28 neuen Bäume, die überall dort gepflanzt werden, wo die vorhandenen Flächen und der Untergrund dies ermöglichen.
Neben den Grünflächen entstehen Sitzmöglichkeiten. Außerdem sind Fahrradunterstände vorgesehen. Gegenüber dem Hotel Westfälischer Hof erhalten sie Anschlüsse zum Laden von E-Bikes sowie Werkzeug für Reparaturen.
Nach der vollständigen Fertigstellung des Projekts, die für Ende 2028 vorgesehen ist, wird in diesem Bereich eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde gelten. Das erste Teilstück der neugestalteten Bahnhofstraße soll Ende 2026 vollständig fertiggestellt sein.


























Ein erster Schritt zu einer noch attraktiveren Innenstadt? Hattingen hat mit seiner historischen Altstadt und der vielfältigen Gastronomie beste Voraussetzungen für eine attraktive Innenstadt. Um die Aufenthaltsqualität weiter zu steigern, sollte jedoch entspanntes Flanieren im Mittelpunkt stehen. Radfahrer und E-Scooter beeinträchtigen vielerorts das Sicherheitsempfinden.
Mehr Ruhe und Aufenthaltsqualität würden die Altstadt noch attraktiver machen, den Einzelhandel stärken und Hattingen zu einem lebendigen „Einkaufszentrum unter freiem Himmel“ entwickeln, vorausgesetzt, das Stadtmarketing verfolgt dieses Ziel konsequent.
Und die Stadt in Form der Frau W-L muss umgehend einen Plan zur Entorientalisierung der oberen Heggerstraße aufstellen und diesen zügig realisieren