Hattingen – Die Hattinger Tierschutzszene rückt enger zusammen. Nach dem Beschluss eines kommunalen Förderprogramms für den ehrenamtlichen Tierschutz nimmt die Zusammenarbeit engagierter Akteurinnen und Akteure weiter Fahrt auf. Am 23. April 2026 fand bereits das zweite Vernetzungstreffen im „Grünen Büro“, Oststraße 13 in Hattingen statt. Eingeladen hatten Alexandra Weber und Brigitte Serrano-Oberstebrink von Bündnis 90/Die Grünen.
Neben engagierten Privatpersonen waren auch zahlreiche Vereine und Initiativen vertreten, die sich in Hattingen für den Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren einsetzen. Im Fokus der Gespräche standen unter anderem der Umgang mit streunenden Katzen und Stadttauben, der Schutz von Insekten und Amphibien sowie die Situation von Hoftieren.

Katze Greta /Tierheim Hattingen (Foto: Höffken)
Gemeinsames Konzept für mehr Tierwohl in Arbeit
„Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich in Hattingen mit großem persönlichen Einsatz für Tiere engagieren. Dieses Netzwerk möchten wir weiter stärken und gemeinsam konkrete Verbesserungen für den Tierschutz vor Ort erreichen“, betont Alexandra Weber, Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Hattinger Rat.
Ziel der Initiative ist die Entwicklung eines kommunalen Tierschutzkonzepts für Hattingen. Dabei sollen gezielt Lücken geschlossen werden, wo bestehende Zuständigkeiten – etwa des Kreis-Veterinäramtes – an ihre Grenzen stoßen oder lokale Ergänzungen sinnvoll sind. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Maßnahmen, Prävention sowie Bildungs- und Aufklärungsarbeit.
Bereits jetzt wurden zahlreiche konkrete Ideen diskutiert. So soll etwa der geplante „Lernort Tierschutz“ von Lexa Voss in der Espe Kindern und Jugendlichen Wissen über artgerechten Umgang mit Tieren vermitteln. Auch bauliche Maßnahmen spielen eine Rolle. An den sogenannten Henrichsteichen wurden kürzlich Ausstiegsleitern installiert, um zu verhindern, dass kleinere Säugetiere im Wasser verenden. In der Vergangenheit hatte Martin Maschka (Wildnisschule Ruhrgebiet) dort wiederholt tote Igel und Fuchswelpen bergen müssen.

Schwäne im Henrichspark (Foto: RuhrkanalNEWS)
Hattinger Tierschutz-Tag
Darüber hinaus entstand die Idee eines „Hattinger Tierschutz-Tages“, bei dem sich Vereine, Initiativen und Ehrenamtliche künftig in der Innenstadt präsentieren und ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorstellen könnten.
Positiv hervorgehoben wurde auch das neue kommunale Förderprogramm, das ab 2026 jährlich mit 5.000 Euro ausgestattet ist. Es soll unter anderem kleinere Anschaffungen erleichtern sowie Bildungs- und Aufklärungsprojekte unterstützen.
„Mit dem Förderprogramm setzt die Stadt ein wichtiges Zeichen der Anerkennung für ehrenamtlichen Tierschutz. Gleichzeitig schaffen wir damit die Möglichkeit, konkrete Projekte vor Ort unkompliziert zu unterstützen“, erklärt Brigitte Serrano-Oberstebrink.

Symbolfoto Cosmo und Cooper (Foto: RuhrkanalNEWS)
Die Vernetzungsgruppe will sich künftig regelmäßig treffen und weitere Akteurinnen und Akteure einbinden. Interessierte Hattinger Tierschützerinnen und Tierschützer, Vereine und Initiativen sind ausdrücklich eingeladen, sich zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen.
Ansprechpartner und Kontakt:
Initiative TIERSCHUTZ Hattingen, Brigitte Serrano-Oberstebrink, Telefon: 0162 2387877.




























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