SO GEHT NACHHALTIG – BAUMSPENDE DER VOLKSBANK

Baum des Jahres 2010 - Die Vogel-Kirsche (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen – Ohne Wald keine Welt, ohne Baum kein nachhaltiger Raum. Nachhaltigkeit hat viele Gesichter und eines davon ist die wachsende Allee „Bäume des Jahres“ auf dem Gelände von Haus Friede, dem Gäste- und Tagungshaus des Rheinisch-Westfälischen Jugendverbandes. Zwanzig verschiedene „Bäume des Jahres“ ab dem Jahr 2000 lassen eine abwechslungsreiche und informative Allee als Lehrpfad (nicht nur) für die zukünftigen Gäste des Hauses entstehen. Finanziert wurde das Projekt von der Volksbank Sprockhövel. „Der Klimawandel betrifft uns alle. Wir haben uns gefragt, was können wir hier vor Ort konkret und nachhaltig dagegen tun“, erklärt Rudolf Hermanns, Vorstandsvorsitzender der Volksbank.

Hannes Sponagel im Gespräch mit RuhrkanalNEWS (Filmbeitrag)

Ob Sandbirke, Weiß-Tanne, Schwarzpappel oder Flatter-Ulme – jeder Baum erinnert an die ökologische Bedeutung. Hannes Sponagel-Becker, im sechsten Jahr Hausleiter im Gästehaus, findet die Aktion der Volksbank prima. „Ich kann mich erinnern, dass die Baum-des-Jahres-Idee in den Anfängen stark mit dem Thema Waldsterben und Borkenkäfer verbunden wurde. 1989 ging es in Deutschland los mit der Stiel-Eiche. Die Aktivitäten stehen bis heute unter dem Motto ,Menschen für Bäume und Kinder brauchen Natur‘“, erzählt der Hausleiter, der sein „grünes Wissen“ auch der Mitarbeit im Vorstand der Forstbetriebswirtschaft verdankt. „Gerade auf dem Gelände unseres Gästehauses mit vielen jungen Besuchern passt diese Aktion perfekt. Dies umso mehr, weil wir an die Wildnisschule Ruhr von Martin Maschka sowie den Bienengarten der Imker angrenzen. Außerdem setzt unser Haus auch selbst auf Nachhaltigkeit. So wird in naher Zukunft unsere Photovoltaik rund zwei Drittel unseres Stromverbrauches erzeugen. Schon lange nutzen wir keine Kunststoffflaschen oder Plastikgeschirr mehr. Nachhaltiges Denken funktioniert am besten vor der eigenen Haustür und mit konkreten Beispielen. Dabei ist es wichtig, dass wir mit unseren jungen Gästen ökologischen Input auf spielerische Art und Weise umsetzen, denn immerhin haben sie ja Freizeit, wenn sie bei uns im Hause zu Gast sind.“

Hausleiter Hannes Sponagel und Thomas Alexander, Marketingchef der Volksbank Sprockhövel. (Foto: Pielorz)

Die drei Gästehäuser mit rund 200 Betten sind eingebettet in ein sieben Hektar grünes Gebiet mit Wald und Wiese. Perfekt für eine Baum-Allee. „Volksbanken Raiffeisenbanken sind Genossenschaftsbanken und damit mehr als ‚nur‘ Banken. Sie sind ihren Mitgliedern verpflichtet, lokal verankert, überregional vernetzt, demokratisch organisiert und an genossenschaftlichen Werten orientiert. Diese Eigenschaften sind historisch gewachsen und haben sich über die Zeit fest etabliert. Unsere Grundlage ist die genossenschaftliche Idee: Was einer alleine nicht schafft, schaffen klimatischen Veränderungen und wissen, wie wichtig die Natur und ihr Erhalt für uns ist. Auch wenn wir auf der einen Seite das schöne Wetter mit Freibad, Baggersee und Grillfesten verbinden, so zeigt sich deutlich und immer intensiver mit langen Starkhitze- und Trockenperioden auch hier vor Ort, wie tiefgreifend der Klimawandel bereits ist.“

Etwa 27 Prozent des Landes NRW ist mit Wald bedeckt. Im Ennepe-Ruhr-Kreis sind es etwa ein Drittel. „Zusätzlich zu den toten Fichten sehen wir den Schleimfluss an Buchen, die reihenweise umstürzenden Eschen, die Bergahorne mit der gefährlichen Rußrindenkrankheit, die lichten Kronen der Eichen, geschädigte Kiefern – um nur einige Beispiele zu nennen. Dramatisch ist vor allem aber, dass die Gesellschaft mit dem sterbenden Wald einen Schatz verliert, dessen Wert wir hoffentlich nicht erst erkennen, wenn es zu spät ist“, so Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW.

Bäume geben Sauerstoff und speichern Kohlendioxid. Sie sind ein wichtiger Faktor für den Klimaschutz. Die Volksbank Sprockhövel hat das Sponsoring von zwanzig Bäumen plus Material in Höhe von 4.500 Euro übernommen. „Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft zählt jeder Baum. Zu unserer Überzeugung gehört, dass wir viel mehr als nur eine Bank sind – wir sind Partner für die Erfüllung von Lebenszielen und nachhaltigen Zukunfts(t)räumen. Und wenn viele Menschen mit uns gehen, dann wird aus vielen einzelnen Initiativen eine Bewegung für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder“, ist sich Volksbank Vorstandsmitglied Michael Vogelsang sicher.

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