Rad

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Nebenbei bemerkt…

… geht mich das Ganze ja irgendwie nichts an. Aber: Wie verbringen Sie eigentlich Ihre Freizeit? Ich beispielsweise habe da mehrere Beschäftigungen, die mich erfüllen. Manchmal spiele ich ein wenig Schlagzeug. Sie wissen schon – Paradiddle, Mühle und so, man will ja nicht einrosten am Instrument. Die Sache mit den Buchstaben ist ebenfalls faszinierend. Lesen bildet nämlich meistens, ist wie einen Film im Kino gucken und lässt die Zeit geradezu verfliegen.

Und dann habe ich ja auch noch mein geliebtes Fahrrad. Genauer ein E-Bike, soviel Zeit muss sein. Morgens ein paar Kilometer auf dem Leinpfad oder mit Schwung hinauf die stete Steigung gen Sprockhövel auf der ehemaligen und fantastisch ausgebauten Bahntrasse. Nicht zu vergessen natürlich die Touren rund um den Kemnader See.

Bei diesen Ausflügen gibt es allerhand, was unsereins vom Staunen bis zum leichten Ärgernis bringen kann. Da gibt es den Senior, der es kaum in den Sattel seines Rennrads schafft, der aber so windschnittig gekleidet ist, als ob er Teilnehmer der Tour de France wäre. Vor allem Rentner sind es, die gerne ankündigen, dass sie gleich aufkreuzen werden. Das tun sie nicht mit einer wohl zu altmodischen Klingel, sondern mit ihrem vermutlich in China erworbenen Radio am Lenker, aus dem munter Heino, Helene und andere übersteuert quäken.

Heimliche Radler gibt es ebenfalls. Das sind die, die an unsereinem pfeilschnell vorbeischmettern – leider lautlos auf ihren teuren Rennmaschinen, aber bestens trainiert und oft in Vereinsfarben gewandet. Gegen das „Wusch!“ vom Fahrtwind bei deren dichtem Vorbeirasen hätte man sich schon über ein klapperndes Schutzblech gefreut als Vorwarnung. Aber nicht einmal das haben die ja an ihren ultraleichten Velos.

In den Ferien war natürlich auch die ein oder andere Familie unterwegs, aber ansonsten macht sich die jüngere Generation auf dem Rad eher rar. Da ist Joggen mehr in, selten Inline-Skating, fast nie Rollschuhe, manchmal wird von Mittelalten auch nordisch gewalkt – oder was sie dafür halten, wenn sie ihre Stöcke spazieren tragen.

Auf den Pisten selbst geht es durch das starke Menschenaufkommen besonders an Wochenenden oder bei schönem Wetter zu wie auf deutschen Autobahnen: chaotisch. Da wird unverhofft gebremst, plötzlich abgestiegen, ohne Handzeichen abgebogen oder gern für ein Schwätzchen nebeneinander gefahren.

Warum das Radeln trotzdem Spaß macht? Das fragt sich auch immer wieder Ihr und euer Schorsch vom Kirchplatz!

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