MIT BUNTEN BASTELARBEITEN LICHTBLICKE ZAUBERN

Katja Vogt mit Tochter Klara (7) und Ute Weber vom „Zwergenhäuschen“ (rechts im Bild) übergeben die bunten Ostergrüße an Pflegedienstleitung Claudia Wockenfuß. (Foto: Pielorz)

Sprockhövel- Mit bunten Bildern und Bastelarbeiten etwas Licht in die Herzen der Senioren zaubern – das war die Idee von Ute Weber, die in Sprockhövel das Spielwarengeschäft „Zwergenhäuschen“ führt. „Ich denke, gerade in diesen Zeiten ist es für die Bewohner in Pflege- und Senioreneinrichtungen besonders schwer, weil sie keine Besuche von Angehörigen bekommen dürfen. Da wollte ich mit dieser Idee einen kleinen Lichtblick geben.“

Also stellte die Geschäftsfrau einen bunten Materialkorb zusammen und holte mit Katja Vogt, Mutter von drei Kindern, und Kundin im „Zwergenhäuschen“, eine engagierte Frau mit ins Boot. „Sie war die erste, die mit dem Materialkorb arbeitete und für eine problemlose Weitergabe sorgte. Durch das Schneeballsystem mitten im Frühling entstanden innerhalb einer Woche über 100 Bastelarbeiten Sprockhöveler Kinder.

Klara vor dem „Zwergenhäuschen“ in Sprockhövel. (Foto: privat)

Bunte Bilder, Glückssteine und Schutzengel – alles dabei. Auch Klara (7), eine der drei Kinder von Katja Vogt, hat selbstverständlich mitgemacht. Ihr gefällt die Idee, dass ihre Arbeiten zu Ostern Freude bereiten. Sie war mit ihrer Mutter dabei, als Ute Weber den gefüllten Korb an Claudia Wockenfuß, Pflegedienstleitung im Matthias-Claudius-Haus, der Altenhilfeeinrichtung am Perthes-Ring in Sprockhövel, übergab. „Ich freue mich sehr darüber. Was für eine schöne Geste“, sagt sie und berichtet aus der Einrichtung. „Wir haben noch keinen Fall von Erkrankten – weder bei den Bewohnern, noch bei den Mitarbeitern. Wir schützen uns und halten selbstverständlich alle Maßnahmen ein. Der Soziale Dienst leistet Unglaubliches in diesen Tagen. Wo immer das möglich ist, wird mit den Angehörigen telefoniert und versucht, den sozialen Kontakt aufrecht zu erhalten, obwohl die körperliche Nähe nicht machbar ist. Menschen mit einer Demenz verstehen oft gar nicht, warum die Angehörigen nicht mehr kommen. Sie haben die Erklärung zwar sofort wieder vergessen, aber der Schmerz in den Augen, wenn sie die Frage stellen, warum der geliebte Mensch nicht kommt, das ist schon hart.“ Alle Mitarbeiter versuchten ihr Möglichstes, um diese Zeiten zu überstehen. „Da tut es gut, wenn wir unseren Bewohnern diese bunten Arbeiten schenken können und ihnen berichten, dass die Sprockhöveler Kinder an sie denken.“

Auf die Frage, was sich Claudia Wockenfuß für die Zukunft wünscht, antwortet sie: „Mehr Menschen, die in meinem Beruf arbeiten möchten.“

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