MEHR GELD VOM KREIS FÜR „CAFÉ SPRUNGBRETT“

Der Kreis fördert die Arbeit im Café Sprungbrett (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen – Seit mehr als fünfzehn Jahren ist das Café Sprungbrett in Hattingen Treffpunkt für suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen. Neben einer Anschubfinanzierung im ersten Jahr hat der Ennepe-Ruhr-Kreis dieses niederschwellige Beratungsangebot bis heute mit rund 90.000 Euro unterstützt. Jetzt unterzeichneten die Verantwortlichen eine vom Kreistag beschlossene Leistungs- und Vergütungsvereinbarung.

Sie läuft bis 2021 und ersetzt eine bisher immer nur für ein Jahr geltende Förderzusage. Gleichzeitig wird die Fördersumme von bisher 10.000 auf jährlich 30.500 Euro erhöht. Das Förderplus stammt aus Mitteln des Landes Nordrhein Westfalen, mit denen Angebote der Suchtberatung unterstützt werden sollen.

„Das Café im Steinhagen ist ein Ort, an dem Sucht und Suchtkranke nicht tabuisiert und ausgegrenzt werden. Vielmehr können die Besucher hier in einer suchtmittelfreien Umgebung essen und trinken, miteinander ins Gespräch kommen und sich von ehrenamtlichen oder professionellen Mitarbeitern beraten lassen“, skizzierte Landrat Olaf Schade beim Unterschriftentermin im Schwelmer Kreishaus das Konzept.

Für ihn ist die Arbeit des Vereins ein wichtiger Baustein für die Drogen- und Suchtberatung im Kreis. Mit der vereinbarten Mittelzusage können sich die Aktiven – unter ihnen viele Ehrenamtliche – ohne finanziellen Druck auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren.

Dazu zählen das Organisieren des Alltags, des Berufslebens oder der Finanzen der Betroffenen. Wer möchte, erhält die Hilfestellungen, die er benötigt, um sein Leben wieder besser in den Griff zu bekommen. Die Palette reicht von Beratungen und Hilfen bezüglich Konsum, Sucht und Gesundheit über Angebote für Entgiftung und Entwöhnung bis hin zu Punkten wie Arbeit, Wohnen und Verschuldung.

Neben dem Kreis erhält der Verein Zuschüsse in kleinerem Rahmen von den Städten Hattingen und Sprockhövel. Zur Finanzierung tragen zudem Spenden und andere  Einnahmen bei. Wie gut dieses Geld investiert ist, zeigt ein Blick in den Jahresbericht 2018.

Dort heißt es: „Wir verzeichnen konstant 950 Besuchskontakte pro Monat und bis zu 12.000 Besuchskontakte pro Jahr. Ein Alleinstellungsmerkmal unserer Einrichtung sind die täglichen Öffnungszeiten. Die Besucher kommen aus allen sozialen Schichten, zwei von dreien haben eine Suchtproblematik. Von ihnen sind dreiviertel Selbstbetroffene, ein viertel Angehörige.“

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