KONTROLLAUFWAND IST FÜR GASTRONOMIE EINFACH ZU GROSS

Lars Martin, DEHOGA Westfalen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Die neue Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen gilt ab Donnerstag. Für die Gastronomiebetriebe ist es nicht schrecklich schlimm geworden, wie DEHOGA-Geschäftsführer Lars Martin sagt, sondern „nur“ schlimm. Auch in der Gastronomie gilt zukünftig die 2G+ Vorschrift. Das heißt konkret, alle Gäste müssen geimpft und getestet oder geboostert sein. „Oder sie können die Kombination aus vollständig geimpft und genesen nachweisen“, erklärt Lars Martin. „Das bedeutet für die meisten Betriebe einen unangemessen hohen Kontroll- und Dokumentationsaufwand.“

Um Menschen bewirten zu könne, die sich zu einem spontanen Besuch entscheiden, dürfen Gastronom:innen auch selbst Tests durchführen. „Aber dann müssen die Gäste erst eine Viertelstunde warten, bis das Ergebnis vorliegt. Erst danach dürfen sie den Gastraum betreten“, macht Lars Martin deutlich. „Mal abgesehen davon gibt es hygienische Probleme, denn die Mitarbeitenden der Betriebe kommen Körperflüssigkeiten der Gäste ziemlich nah, das will man eigentlich nicht.“

DEHOGA-Geschäftsführer Lars Martin kritisiert im RuhrkanalNEWS-Interview die neue Corona-Verordnung

Lars Martin befürchtet, dass die neue Regelung vor allem den Betrieben zu schaffen macht, die von Spontanbesuchen lebt. Dann kann demnach die Pizzeria an der Ecke sein oder die Imbissbude die vom Mittagstisch lebt. Nach fast zwei Jahren, in denen die Gastronomie mit zahlreiche Einschränkungen leben musste, könnte die aktuelle Verordnung noch vielen Betrieben den wirtschaftliche Hals brechen. „Dann wären die bisher gezahlten Hilfen letztendlich umsonst gezahlt worden. Und das kurz bevor wie soweit sind, dass wir hoffentlich die Corona Pandemie in den Griff kriegen können.“

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