Jugend kocht im Haus der Jugend – Bundespräsident im Gespräch mit Jugendlichen und Vertretern

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M., SPD) nimmt an einem gemeinsamen Kochen mit Jugendlichen im Format Jugend kocht teil. (Foto: dpa)
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Hattingen – Hoher Besuch am heutigen Dienstag (22. September 2026) im Haus der Jugend: Der Bundespräsident hat sich vor Ort ein Bild von der offenen Kinder- und Jugendarbeit gemacht – und dabei nicht nur zugehört, sondern auch mit angepackt. Unter dem Motto „Jugend kocht“ trafen sich Jugendliche, Ehrenamtliche und Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtung mit dem Staatsoberhaupt zu einem lockeren Austausch am Herd und am langen Tisch.

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Offene Tür statt geschlossene Türen

Das Haus der Jugend versteht sich seit Jahren als Treffpunkt für junge Menschen aus der Stadt. Im Gespräch mit dem Bundespräsidenten schilderten die Verantwortlichen, wie das Konzept im Alltag funktioniert: „Wir haben offene Tür – einfach für Jugendliche, von Montag bis Samstag. Sie kommen hier rein und verbringen ganz ungezwungen Zeit miteinander.“ Ansprechpartner vor Ort ist Betreuer Paul, der die jungen Gäste im Alltag begleitet.

Viel los im Haus der Jugend (Foto: Holger Grosz)

Neben klassischen Angeboten wie Tischtennis gibt es einen kleinen Kinderbereich – bewusst kompakt gehalten, „weil in der Innenstadt Kinder halt nicht so richtig als Besucher da sind“. Dafür kommen viele Jugendliche über Jahre wieder, gerade wenn zu Hause der Alltag stressig ist oder es Unterstützung etwa bei Fragen rund um Justiz oder Behörden braucht. Ergänzt wird das Ganze durch Hausaufgabenbetreuung und ein breites Sportangebot im großen Außenbereich.

Bühne frei für Konzerte – und für die Demokratie von morgen

Neu im Blick: ein eigener Veranstaltungsbereich im Haus der Jugend, der künftig verstärkt für Konzerte und andere Events genutzt werden soll. Und noch etwas fiel dem Bundespräsidenten positiv auf: Das Jugendparlament hat im Haus der Jugend seine feste Geschäftsstelle. Die jungen Parlamentarier haben einen eigenen Raum, den sie selbst eingerichtet haben und jederzeit nutzen können – gelebte politische Beteiligung direkt unter dem Dach der Einrichtung.

„Schreiten wir zur Tat“

Nach dem Gespräch ging es dann tatsächlich in die Küche: Gemeinsames Kochen, gemeinsames Essen – auf Augenhöhe. Der Bundespräsident zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Engagement der Ehrenamtlichen und der Selbstverständlichkeit, mit der Jugendliche hier Verantwortung übernehmen. Für die Beteiligten bleibt ein Tag, der zeigt: Lokale Jugendarbeit ist keine Randnotiz – sie ist Chefsache bis ganz nach oben.

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