JA, NEIN ODER TEILWEISE: ASPHALTDECKE FÜR DIE GLÜCKAUF-TRASSE?

Ioanna Schmidt-Ioannidou, Wolfram Junge (SPD-Fraktionsvorsitzender), Landrat Olaf Schade und Stefan Kuczera (RVR) (v.li.). (Foto: Michael Tobias)

Sprockhövel – Das Thema ist ein echter Aufreger: Soll die Glückauf-Trasse auf dem Sprockhöveler Stadtgebiet asphaltiert werden? Bevor darüber in den nächsten Wochen von Politik, Verwaltung und RVR wieder diskutiert wird, machten Vertreter der Sprockhöveler SPD mit Landrat Olaf Schade (SPD) und einem Vertreter des Regionalverbandes Ruhr eine ausgiebige „Ortsbesichtigung“.

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Die Glückauf-Trasse auf Sprockhöveler Gebiet. (Foto: Höffken)

„Eine Asphaltierung mache die Strecke für Radfahrer attraktiver“, meinen Befürworter. Gegner befürchten, dass die Radfahrer dann nur noch rasen. Und auch aus Klimaschutz-Sicht ist die Versiegelung der Fläche diskussionswürdig. Die Sprockhöveler SPD hat sich darum gemeinsam mit Landrat Olaf Schade und Stefan Kuczera, dem für Planung zuständigen Beigeordneten des Regionalverbands Ruhr, vor Ort bei einer Radtour über das Für und Wider informiert.

„Das Thema steht in den nächsten Wochen bei einigen städtischen Gremien auf der Tagesordnung. Deshalb war es uns wichtig, uns vor Ort ein Bild zu machen“, berichtet die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Marion Prinz, die die Tour organisiert hatte. Die Kommunalpolitiker radelten am Samstag (22. Juli 2023) von Haßlinghausen aus über den Rottenberger Weg durch den Tunnel Schee bis nach Obersprockhövel.

Besonderes Augenmerk lag dabei auf den Ökoflächen, den Brückenbauwerken, den unterschiedlichen Breiten des Rad- und Wanderweges und den asphaltierten Teilstücken an Gefahrenstellen entlang der Strecke.

Die Glückauf-Trasse (Foto: Höffken)

Dabei erklärte Markus Gronemeyer, Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Verkehr, seinen Mitradlern an ausgewählten Stellen wichtige Details. „Es war uns wichtig, alle Argumente und Fakten genau zu kennen“, so Gronemeyer. Zum Abschluss diskutierten die SPD-Kommunalpolitiker in der AWO-Begegnungsstätte dann über ihre Eindrücke und die gewonnenen Erkenntnisse. „Wir haben derzeit noch kein eindeutiges Meinungsbild“, so der Fraktionsvorsitzende Wolfram Junge nach der lebhaften Diskussion. „Wir sind jetzt aber ein gutes Stück weiter auf dem Weg dahin.“ 

Zuletzt hatte der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr, öffentliche Ordnung und Sicherherheit am 09. Februar 2023 unter TOP 5 einstimmig beschlossen: Der Ausschuss hält eine vollständige Asphaltierung der Glückauf-Trasse derzeit nicht für sinnvoll. Sofern sich im Rahmen der Erstellung des Mobilitätskonzeptes entsprechende Handlungsempfehlungen ergeben, könnte diese Entscheidung überdacht werden.

4 Kommentare zu "JA, NEIN ODER TEILWEISE: ASPHALTDECKE FÜR DIE GLÜCKAUF-TRASSE?"

  1. Petra Ricciato | 23. Juli 2023 um 17:36 |

    Damit die Radfahrer noch schneller Rasen können und die Natur noch mehr kaputt gemacht wird!?!

  2. Berkenkopf | 23. Juli 2023 um 18:03 |

    Wenn der Radweg direkt am Garten vorbei geht und es ist warm und trocken sitzt man im Staub auch nicht sehr schön wenn man die Zeit im Garten genießen möchte

  3. Thomas Marx | 24. Juli 2023 um 8:48 |

    Der bisherige Ausbau ist perfekt. An den Stücken mit Gefälle wurde geteert damit die Decke durch Starkregen nicht abgetragen wird. Der Rest kann so bleiben wie es ist. Allerdings sollte wie in der Vergangenheit die Decke regelmäßig erneuert werden, im Moment kommt die Packlage wieder durch.

  4. Hans Wolfgang Hirth | 25. Juli 2023 um 10:21 |

    Der Radweg soll so bleiben denn wenn er eine Feste Decke bekommt und nicht regelmäßig gawartet wird wie manche Straßen Na dann Prost Malzeichen.

Kommentare sind deaktiviert.