HEIMATVEREIN BEKOMMT HEIMATPREIS DES KREISES

Landrat mit Jurymitgliedern und Preisträgern: Walter Faupel, Stephanie Krause, Olaf Schade, Harald Maron, Tim Stark, Lars Friedrich, Sabine Kelm-Schmidt (v.l.) (Foto: UvK / Ennepe-Ruhr-Kreis)

Hattingen/Schwelm- Eine christliche Jugendorganisation aus Ennepetal, eine Umweltschutzinitiative aus Schwelm und ein Hattinger Verein, der das Wort „Heimat“ schon im Namen trägt: Sie sind die Preisträger des Heimatpreises, den der Ennepe-Ruhr-Kreis in diesem Jahr erstmalig vergeben hat. Bei einer pandemiebedingt kleinen Feierstunde im Kreishaus haben Landrat Olaf Schade und die Jurymitglieder das bürgerschaftliche Engagement der Vereine gewürdigt und ihnen die Preisgelder in Höhe von 5.000, 3.000 und 2.000 Euro übergeben.

Die drei Vereine punkteten mit besonderem ehrenamtlichen Engagement, welches die fünfköpfige Jury auch hinsichtlich der Kriterien Wirkung und Nachhaltigkeit, Relevanz und Innovation als herausragend bewertete. Somit konnten sie sich gegen 16 weitere Initiativen durchsetzen, die kreisweit für den Heimatpreis vorgeschlagen worden waren.

Über den ersten Preis freute sich der vielseitig engagierte CVJM Rüggeberg e.V. Ausgewählt wurde er insbesondere wegen des beliebten Bauspielplatzes, der in diesem Jahr bereits zum 27. Mal stattfand und an dem jährlich rund 200 Kinder aus verschiedenen Kulturen teilnehmen. 40 bis 50 Ehrenamtliche bringen sich als Betreuer ein und ermöglichen so das abenteuerliche Ferienprogramm.

Der zweite Preis ging an die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Schwelm e.V., die sich durch Natur-, Arten- und Klimaschutz für den Erhalt einer lebenswerten Heimat einsetzt. Zu den zahlreichen Projekten zählt der Biotopverbund „am Tannenbaum“ mit Obstwiese, Vogelschutzhecken und Hochstaudenfluren sowie die Baumpatenschaften, durch die 29 Stadtbäume in Schwelm gepflanzt werden konnten. Zudem bietet die Arbeitsgemeinschaft regelmäßig Seminare und Vorträge an, ebenso wie Projekte der Umweltbildung für Kindergärten und Schulen.

Dritter Preisträger ist der Heimatverein Hattingen/Ruhr e.V., der sich seit 1921 für die Pflege von Tradition und Kultur, Denkmalschutz und die Erforschung der Heimatgeschichte einsetzt. Ausschlaggebend für die Jury war der vom Verein bereits zweimal sehr erfolgreich organisierte kreisweite Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler zu historischen Themen mit Lokalbezug.

Landrat Olaf Schade mit Lars Friedrich vom Heimatverein Hattingen e.V. (Foto: UvK / Ennepe-Ruhr-Kreis)

„Der Heimatpreis hat uns die Möglichkeit geboten, das bürgerschaftliche Engagement im Kreisgebiet in den Fokus zu rücken“, sagte Landrat Olaf Schade bei der Preisverleihung. „Das ist richtig und wichtig. Denn: Für die Zukunftsfähigkeit des Kreises ist bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar.“

Bei den Preisträgern bedankte sich der Landrat ausdrücklich: „Ihr Engagement macht unsere Region zu dem, was sie ist: ein lebens- und liebenswertes Fleckchen Erde.“ Gegenseitige Hilfe und Solidarität seien in allen Bereichen des Zusammenlebens, der Integration, Kultur oder des Umweltschutzes von größter Bedeutung.

Partner der Kreisverwaltung bei Ausschreibung und Vergabe des Heimatpreises waren die Westfalenpost und die AVU.

Der Heimatpreis des Ennepe-Ruhr-Kreises

Wie andere Heimatpreise in NRW wird auch der Heimatpreis des Ennepe-Ruhr-Kreises vom Land gefördert. Unter dem Namen „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ unterstützt die Landesregierung Kommunen, Vereine und Initiativen. Menschen sollen mit dem Programm für lokale und regionale Besonderheiten begeistert und die positiv gelebte Vielfalt in Nordrhein-Westfalen deutlich sichtbar werden. Ein Element dieses Förderprogramms ist der Heimatpreis. Hier übernimmt die Landesregierung für den Ennepe-Ruhr-Kreis die Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro.

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