Prozessauftakt nach Messerattacke vor Hattinger Moschee

Landgericht Essen (Foto: Höffken)

Essen/Hattingen – Ein Gewaltverbrechen, das Hattingen im Herbst erschüttert hat, beschäftigt seit Montag (13. April 2026) die Schwurgerichtskammer am Landgericht Essen. Dort muss sich ein 15-Jähriger aus Hattingen wegen versuchten Mordes verantworten, nachdem er im Oktober 2025 vor einer Moschee in der Martin-Luther-Straße auf einen gleichaltrigen Jugendlichen eingestochen haben soll. (RuhrkanalNEWS berichtete)

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Nach den Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Essen und Polizei Hagen kam es am frühen Abend zu einem Streit zwischen den beiden Jugendlichen, die sich bereits länger in Konflikt geraten sein sollen. Als das spätere Opfer nach dem Gebet das Moscheegelände verließ, soll der mutmaßliche Täter ihm aufgelauert und mehrfach von hinten mit einem Messer in den Rücken gestochen haben. Der schwer verletzte Jugendliche schleppte sich noch bis zu einer nahegelegenen Tankstelle, wo Mitarbeitende den Notruf wählten; er musste mit Stichverletzungen, unter anderem im Lungenbereich, in eine Klinik gebracht werden.

Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als versuchten Mord und hat Anklage vor dem Landgericht Essen erhoben. Neben dem jugendlichen Hauptangeklagten stehen zwei erwachsene Angehörige vor Gericht, die den Teenager laut Anklage in Kenntnis des Tatplans mit einem Auto zur Moschee gefahren haben sollen. Weil damit auch Erwachsene auf der Anklagebank sitzen, ist der Prozess – anders als bei reinen Jugendstrafverfahren – öffentlich.

Zum Auftakt der Hauptverhandlung wurde zunächst die umfangreiche Anklageschrift verlesen. Aussagen des Jugendlichen und der Mitangeklagten werden erst an einem der nächsten Prozesstage erwartet; auch Zeugen sowie Sachverständige zur Rekonstruktion des Tatablaufs und der Folgen für das Opfer sollen dann gehört werden. Das Gericht hat mehrere Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte im Laufe der kommenden Wochen fallen.

Die Messerattacke hatte in Hattingen für große Verunsicherung gesorgt: Viele Gemeindemitglieder der betroffenen Moschee und Anwohner der Martin-Luther-Straße erinnerten sich in den Tagen nach der Tat an einen massiven Einsatz von Polizei und Rettungskräften, Streifen- und Zivilwagen sperrten zeitweise den Bereich rund um das Gotteshaus ab. Die Hintergründe des Konflikts der beiden Jugendlichen sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen der Hagener Mordkommission.

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