HATTINGER TAFEL FEHLEN LEBENSMITTEL

Hattinger Tafel: Naomi und Hannah (v.li.n.re.) bei der Sortierung der eingegangenen Lebensmittel. (Foto: Höffken)

Hattingen – Die Zahl der Frauen und Männer, die Lebensmittel von der Hattinger Tafel erhalten, wird immer größer. Da aktuell allerdings der Lebensmittelzufluss weniger wird, sieht sich die Hattinger Tafel vereinzelt gezwungen, die Verteilung von Lebensmitteln bei einigen Stellen außerhalb der August-Bebel-Straße zu beschränken bzw. ausfallen lassen zu müssen. Einige Fragen allerdings bleiben unbeantwortet.

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„Wir versuchen weiterhin an jedem Ausgabetag, keinen der Vorsprechenden unversorgt nach Hause schicken zu müssen“, sagte Geschäftsführer Jürgen Sotzek jetzt zu RuhrkanalNEWS.

Hattinger Tafel e.V.: Geschäftsführer Jürgen Sotzek freut sich über jede Lebensmittelspende. (Foto: Höffken)

Aus Sprockhövel wurde unserer Redaktion mitgeteilt, dass die Hattinger Tafel die Ausgabestelle bei der Grundschule in Haßlinghausen teilweise nicht mehr bedienen bzw. versorgen konnte. Am heutigen Freitag (25. August 2023) wurden jedoch an der Ausgabestelle in Haßlinghausen wieder Lebensmittel ausgegeben.

Geschäftsführer Jürgen Sotzek erklärte dazu, dass von etwaigen Ausgaberestriktionen alle Ausgabestellen im Rauendahl, in Welper und auch bei der Grundschule Haßlinghausen betroffen sein können und ergänzt, „wenn wir nicht genug Lebensmittel haben, müssen wir uns jeweils tagesaktuell auf die Ausgabestelle in Hattingen Mitte auf der August-Bebel-Straße“ beschränken“.

Hier erfolgt die Ausgabe von Lebensmitteln an Berechtigte montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 11.30 Uhr bis 12:30 Uhr – und die Nachfrage ist groß. Etwa 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich bei der Hattinger Tafel e.V.. Lebensmittel werden satzungsgemäß bei den Geschäften abgeholt, überprüft, sortiert und zur Verteilung bzw. Ausgabe an Berechtigte vorbereitet.

Auch die plötzlich starken Kontrollen der Lebensmittelüberwachung bei der Hattinger Tafel erfordern Zeit und weitergehende organisatorische Maßnahmen der Ehrenamtlichen, um alle Vorgaben einzuhalten.

Hattinger Tafel lehnte Geldzuwendungen aus Sprockhövel ab

Die Stadtverwaltung Sprockhövel, so Pressesprecherin Mandana Rasooli-Zadehei, hat ebenfalls von der Problematik der Versorgung in Sprockhövel erfahren. Die zuständige Geschäftsbereichsleiterin der Stadt Sprockhövel ist allerdings verwundert. Laut Mitteilung der Stadtverwaltung Sprockhövel hat die Hattinger Tafel auf ein entsprechend finanzielles Unterstützungsangebot überhaupt nicht reagiert. Aus Landesmitteln des Stärkungspaktes NRW hätte die Hattinger Tafel finanzielle Mittel erhalten können, was diese abgelehnt hat. Das wurde so auch unserer Redaktion von der Hattinger Tafel bestätigt. Demgegenüber gerne angenommen haben die finanzielle Unterstützung der Stadtverwaltung Sprockhövel die Flüchtlingshilfe Sprockhövel, die Alzheimergesellschaft, der Verein Seniorenglück e.V. und das Cafe Sprungbrett.

Hattinger Tafel: Geschäftsführer Jürgen Sotzek zeigt die von der Lebensmittelsüberwachung vorgeschriebenen Hinweise in zahlreichen Sprachen. (Foto: Höffken)

Geschäftsführer Jürgen Sotzek weist daraufhin, dass jeder Berechtigte an den Ausgabetagen natürlich zur Haupt-Ausgabestelle auf der August-Bebel-Straße 21 in Hattingen kommen kann. Er weist jedoch darauf hin, dass die Ausgabestelle bei der Tafel kein kostenloser „Wunsch-Supermarkt“ ist, vielmehr kann nur das gerecht verteilt werden, was an Lebensmitteln auch vorhanden ist.

Im Finanzbericht für das Jahr 2020, der beim Vereinsregister hinterlegt ist, weist der Verein nach eigenen Angaben recht positive Ergebnisse aus. Unsere Anfrage an den Vorstand der Hattinger Tafel nach Möglichkeit der Einsichtnahme in den Rechenschaftsbericht der gemeinnützigen Hattinger Tafel für das letzte (2022) und vorletzte Geschäftsjahr (2021) blieb unbeantwortet. Die Hattinger Tafel ist nicht Mitglied im Landesverband der Tafeln in NRW e.V., jedoch Pflichtmitglied im Bundesverband Tafel Deutschland, denn sonst dürfte der Name „Tafel“ nicht verwendet werden.

2 Kommentare zu "HATTINGER TAFEL FEHLEN LEBENSMITTEL"

  1. Die Hattinger Tafel hat im April 400.000€ geerbt

  2. Wenn die ehrenamtlichen Helfer/innen nicht täglich riesige Taschen aus der Hauptstelle mitnehmen würden,könnte man die Ausgabestellen bestimmt öfter beliefern.

Kommentare sind deaktiviert.