Hattingen – Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr geht „Hattingen wandert“ 2026 in die zweite Runde. Aus der Aktionswoche wird in diesem Jahr ein zweiwöchiges Programm: Vom 6. bis 20. September 2026 laden „Hattingen zu Fuß“ und zahlreiche Partner zu insgesamt 27 kostenfreien Veranstaltungen ein. Bereits am 5. September gibt es mit einer Museumswanderung in Elfringhausen einen Prolog.
Organisator Bernd Jeucken von „Hattingen zu Fuß“ freut sich über die große Unterstützung: 19 Vereine, Initiativen und Fachleute beteiligen sich in diesem Jahr an dem Programm. „Unser Ziel ist es, Menschen für das Wandern zu begeistern, ihnen die Natur vor der eigenen Haustür näherzubringen und Begegnungen zu ermöglichen“, sagt Jeucken.
Neu ist vor allem die Ausweitung auf zwei Wochen. Im vergangenen Jahr fand „Hattingen wandert“ noch in einer Woche statt, nun verteilt sich das Programm über einen längeren Zeitraum. Das mache die Teilnahme für viele Menschen einfacher, so Jeucken. Im vergangenen Jahr waren mehr als 300 Teilnehmende bei den Veranstaltungen dabei. Für 2026 ist er gespannt, wie sich die Zahlen durch das erweiterte Angebot entwickeln.
Das Programm verbindet Bewegung, Naturerlebnis, Gesundheit, Kultur und Umweltbildung. Neben klassischen Wanderungen stehen unter anderem Yoga unter freiem Himmel, Gesundheits- und Pilgerwanderungen, Kräuter- und Vogelkunde, Waldbaden, Survival-Angebote für Grundschulkinder, Klang- und Achtsamkeitswanderungen sowie digitale Orientierung mit der Wander-App Komoot auf dem Programm. Auch eine Krimiwanderung für vierbeinige Schnüffelnasen, Angebote mit den Revier-Lamas und die Rollende Waldschule gehören dazu.
Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf inklusiven Angeboten. Erstmals beteiligt sich die Alpakafreude der Gemüsescheune Elfringhausen. Am Mittwoch, 16. September, richtet sich das Angebot speziell an Menschen mit Handicap oder Pflegebedarf. Die Alpakas können rund um die Scheune begleitet werden, anschließend sind die Teilnehmenden zu Kaffee und Kuchen eingeladen. So soll auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein Naturerlebnis in entspannter Atmosphäre ermöglicht werden.
Mit dabei sind unter anderem die Volkshochschule Hattingen, der Sauerländische Gebirgsverein, der Kneipp-Verein Ruhr, die Stadtbibliothek Hattingen, der NABU Ennepe-Ruhr-Kreis, die Evangelische Kirchengemeinde Holthausen, Lindas Naturreich, WaldExpedition, Waldwegweiser, die Berg- und Skigilde, die Hundeschule hundsinnig, die Revier-Lamas sowie weitere Partner.
Auch Lindas Naturreich und der Hegering Hattingen sind in diesem Jahr eingebunden. Linda Karaus bietet im Rahmen der Aktionswochen unter anderem eine Survival-Wanderung für die Grundschule Reschop sowie eine weitere Wanderung an. Der Hegering Hattingen ist zudem mit dem Lernort Natur in der Stadtbibliothek vertreten. Dort sollen Präparate und nach Möglichkeit auch Greifvögel und eine Eule vorgestellt werden.
Neu ist in diesem Jahr auch die freiwillige Hutspende am Ende der Veranstaltungen. Alle Angebote bleiben kostenfrei, wer möchte, kann jedoch etwas geben. Die Spenden sollen dem Ausbau des 2024 erneuerten Waldlehrpfades im Schulenberger Wald zugutekommen. Dort soll ein weiterer Abschnitt entstehen, etwa ein bis anderthalb Kilometer lang. Geplant sind zusätzliche Schilder mit weiteren Themen rund um den Wald.
„Wir sind sehr dankbar, dass Hattingen wandert den Waldpfad unterstützt“, sagt Linda Karaus. Der 2024 erneuerte Weg werde sehr gut angenommen, von Spaziergängern, Wanderern, Schulklassen und Kindergärten. Deshalb sei die geplante Erweiterung ein sinnvoller nächster Schritt. Das Projekt werde damit auch ein Stück weit „von Hattingern für Hattingen“ getragen.
Wie schon im vergangenen Jahr erhalten alle Teilnehmenden einen Wander-Pin. Die Sparkasse Hattingen sorgt dafür, dass ausreichend Pins zur Verfügung stehen. Da die Teilnehmerzahlen bei vielen Angeboten begrenzt sind, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Das vollständige Programm und die Anmeldung gibt es online.


























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