Hattinger Mülltonnen werden gechipt

Transponderchip in der Mülltonne (Foto RuhrkanalNEWS)
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Hattingen – Die Stadt Hattingen treibt die Digitalisierung der Abfallentsorgung voran: Ab Herbst werden alle Bio- und Restmülltonnen im Stadtgebiet mit einem Identifikationssystem ausgestattet. Ziel ist es, die Abfalllogistik transparenter, effizienter und gerechter zu gestalten. Der entsprechende Beschluss wurde bereits von der Kommunalpolitik gefasst.

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Bis zum Jahresende sollen rund 20.000 Abfallbehälter, die von den Stadtbetrieben geleert werden, mit einem Transponder-Chip sowie einem Strichcode-Aufkleber versehen werden. Betroffen sind insgesamt etwa 10.300 Grundstücke. Die Umsetzung übernimmt das beauftragte Unternehmen Moba, das ab Anfang November mit der Kennzeichnung beginnt. Eigentümerinnen und Eigentümer werden vorab schriftlich informiert; zusätzlich wird eine Hotline eingerichtet.

Für Bürgerinnen und Bürger ist die Nachrüstung kostenfrei. Die Stadt stellt klar, dass das System ausschließlich der Verwaltung der Behälter dient. Weder wird der Müll gewogen noch der Inhalt kontrolliert. Vielmehr ermöglicht die digitale Erfassung eine genauere Planung der Abfuhr und sorgt für mehr Gebührengerechtigkeit.

Ein zentraler Vorteil des Systems liegt in der Identifizierung nicht gemeldeter Tonnen. Behälter, für die keine Gebühren entrichtet werden, können künftig erkannt werden. Tonnen ohne Chip und Kennzeichnung werden nach der vollständigen Einführung im kommenden Jahr nicht mehr geleert. Dadurch sollen Kosten, die bislang durch nicht angemeldete oder falsch gemeldete Behälter entstehen, nicht länger auf alle Gebührenzahlenden umgelegt werden.

Die Stadt ruft daher dazu auf, bisher nicht angemeldete oder falsch registrierte Tonnen zeitnah zu melden. Bürgerinnen und Bürger können sich hierfür telefonisch unter 02324 204 3711 oder per E-Mail an den Fachbereich 70 wenden.

Für die Einführung des Systems investiert die Stadt rund 215.000 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für die Transponder-Chips, deren Installation sowie die technische Umsetzung. Nach Angaben von Anbietern vergleichbarer Systeme amortisieren sich diese Investitionen in der Regel innerhalb von anderthalb bis zwei Jahren.

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2 Kommentare zu "Hattinger Mülltonnen werden gechipt"

  1. Die Nachrüstung ist kostenfrei. Wahnsinn. Zur Feier hole ich mir von der Bude umgehend ein Pils.
    Wie darf sich der Bürger die neue Gerechtigkeit vorstellen? Gibt es neben der Behauptung auch einen Beweis für die Amortisierung des Chips innerhalb von bis zu 2 Jahren? Und laufende Folgekosten entstehen also nicht?

  2. Die Digitalisierung der Müllabfuhr in Hattingen klingt zunächst nach mehr Effizienz und Gebührengerechtigkeit. Doch 215.000 Euro für rund 20.000 Tonnen sind eine beträchtliche Summe. Bevor die Stadt von Einsparungen und schneller Amortisation spricht (Vernutung?), sollte sie transparent darlegen, wie diese Berechnung zustande kommt und wann die Bürgerinnen und Bürger tatsächlich finanziell davon profitieren.

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