Hattingen – Es waren Menschen, die ihre Heimat verließen, um in Deutschland zu arbeiten. Viele kamen nur mit dem Gedanken, einige Jahre zu bleiben – und fanden schließlich hier eine neue Heimat. Ihre Geschichte steht im Mittelpunkt des Dokumentarfilms „Un Sogno Italiano“ („Ein italienischer Traum“), den das HüttenKino Hattingen am Dienstag, 15. September, um 19 Uhr außer der Reihe zeigt.
Der aufwendig produzierte Dokumentarfilm blickt zurück auf das deutsch-italienische Anwerbeabkommen von 1955 und verfolgt dessen Geschichte und Auswirkungen bis in die Gegenwart. Der Film ist in italienischer Sprache gedreht und wird mit deutschen Untertiteln gezeigt.
Dabei geht es nicht nur um Verträge, Jahreszahlen und Arbeitsmigration. Menschen, die diese Zeit selbst erlebt haben, kommen zu Wort. Sie erzählen von ihrem Leben, von Hoffnungen und Schwierigkeiten, vom Arbeiten in Deutschland und davon, wie aus einem zunächst vorübergehenden Aufenthalt für viele ein neues Zuhause wurde.
Gerade im Ruhrgebiet ist diese Geschichte bis heute sichtbar. Zahlreiche Orte und Anlässe aus dem Revier tauchen im Film auf und dürften bei manchen Zuschauern Erinnerungen wecken.
Voraussichtlich werden auch einige der Protagonisten des Films an diesem Abend in Hattingen zu Gast sein. Nach der Vorführung soll deshalb Raum für Gespräche und den Austausch zwischen den Generationen bleiben.
Gezeigt wird „Un Sogno Italiano“ in Zusammenarbeit mit dem deutsch-italienischen Kulturverein CICUIT aus Bochum, der maßgeblich dazu beigetragen hat, den Film nach Hattingen zu holen.
Die Vorführung beginnt am Dienstag, 15. September, um 19 Uhr im HüttenKino des LWL-Museums Henrichshütte, Werksstraße 31–33 in Hattingen. Der Eintritt ist frei, Getränke stehen bereit.


























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