DER EIERAUTOMAT DES KNEIBEL-HOFS

Der Eierautomat des Kneibel-Hofs am Salzweg (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Peter Oberdellmann hat gemeinsam mit seiner Frau Anja Dahlhaus einen mobilen Hühnerstall gekauft. Mehr als 450 Tiere leben hier glücklich, mit viel Auslauf. Auch wenn der Kneibel-Hof konventionell arbeitet, die Haltungsbedingungen sind für die Hennen besser, als auf so manchem Bio-Hof. Das macht sich auch im Geschmack bemerkbar, wie die RuhrkanalNEWS-Redaktionsmitglieder in einem streng persönlichen Test prüfen konnten.

„Wir verkaufen unsere Eier sowohl an Gastrobetriebe, als auch an Privatleute“, sagt Peter Oberdellmann. „Für die Kunden, die privat kaufen, steht ein Verkaufsautomat zur Verfügung, an dem man rund um die Uhr frische Eier bekommt.“ Dieser Apparat in einer Schutzhütte sorgte anfangs für Verwirrung. Einige Menschen hielten die Hütte, in der er steht, für eine Bushaltestelle, andere dachten, es sei eine Sammelstelle für gelbe Säcke.

Peter Oberdellmann, Anja Dahlhaus, Mitarbeiterin Anna Ramperez mit Adele (vlnr), im Hintergrund 477 Legehennen (Foto: Pielorz)

Im Verkaufsautomaten sind ausschließlich Eier vom Kneibel-Hof, nur von den hofeigenen, glücklichen Tieren. Normalerweise sind tagesfrische Eier in den Schächten, falls ausnahmsweise mal einige Pakete nicht verkauft wurden, können es auch welche vom Vortag sein. „Spätestens dann sind sie weg“, berichtet Peter Oberdellmann. „Aber wir würden sie andernfalls auch selbst herausnehmen, da unsere Kunden zurecht frische Ware erwarten.“ Diese Frische bedeutet aber auch, dass die Eier beim Kunden vor dem Verzehr noch einige Tage gelagert werden sollten. Sind sie zu frisch, lassen sie sich nur schlecht pellen. Außerdem verändert sich das Eiklar nach sechs bis zehnTagen. Das führt zu einer anderen Struktur des weißen Anteils nach dem Kochen und verbessert den Geschmack.

Der Eier-Verkaufsautomat des Kneibel-Hofs in Hattingen (Video: RuhrkanalNEWS)

Kurz vor Ostern geht der Kneibel-Hof jetzt auch mit bunten Eiern in den Verkauf. Die Kneibel-Eier werden in Breckerfeld gekocht, gefärbt und anschließend sofort wieder mit nach Hattingen genommen. „Wir bleiben vor Ort und beobachten den Färbevorgang“, erklärt Peter Oberdellmann. „So können wir garantieren, dass wirklich nur unsere Eier in unserem Automaten sind.“

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