Hattingen – Sterben, Tod und Trauer gehören zum Leben. Und doch sind es Themen, über die besonders im Umgang mit Kindern oft Unsicherheit herrscht. Wie spricht man mit einem Kind, das einen nahestehenden Menschen verloren hat? Wie begleitet man Kinder, wenn ein Elternteil schwer erkrankt ist? Und wie können pädagogische Fachkräfte helfen, ohne sich selbst dabei zu überfordern?
Um genau diese Fragen geht es beim nächsten Charta-Tisch Pädagogik des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen e.V.. Nach dem erfolgreichen Start im Februar findet das zweite Treffen am Mittwoch, 17. Juni, von 18 bis etwa 20 Uhr in den Räumen des Hospizdienstes im Krämersdorf 3 statt.
Eingeladen sind Eltern, Interessierte sowie Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, Schulen und anderen Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten. Im Mittelpunkt steht der fachliche Austausch zum Thema „Sterben, Tod und Trauer im Kindesalter“.
Gerade in Kitas, Schulen und Familien begegnen Erwachsene immer wieder Kindern, die mit Verlust, schwerer Krankheit oder Tod konfrontiert werden. Das kann der Tod eines Großelternteils sein, die Erkrankung eines Elternteils oder eine andere belastende Erfahrung. Für viele Erwachsene ist es dann schwer, die richtigen Worte zu finden. Kinder brauchen in solchen Situationen Sicherheit, Orientierung und Menschen, die ihre Trauer ernst nehmen, ohne das Thema zu verdrängen.
Der Charta-Tisch Pädagogik möchte dafür einen offenen Raum schaffen. Es geht um Austausch, fachliche Reflexion und gemeinsames Lernen. Erfahrungen sollen geteilt, Bedarfe sichtbar gemacht und praxisnahe Wege entwickelt werden, wie Kinder und Familien in schweren Zeiten sensibel, empathisch und verlässlich begleitet werden können.
Grundlage ist die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Sie formuliert das Recht auf Würde, Selbstbestimmung und umfassende Begleitung für Betroffene sowie ihre An- und Zugehörigen. Die Charta-Tische wollen diese Werte in die Praxis tragen, Menschen miteinander vernetzen und konkrete Handlungsansätze entwickeln.
Beim kommenden Treffen steht besonders das Thema „Umgang mit Nähe, Distanz und Selbstfürsorge“ im Mittelpunkt. Denn wer Kinder in Trauer- und Krisensituationen begleitet, braucht nicht nur Einfühlungsvermögen, sondern auch einen guten Blick auf die eigenen Grenzen.


























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