BÜRGERMEISTER KOMMT ZU DEN BETROFFENEN DER FLUT

Dirk Glaser und Christine Freynik im Gespräch mit Hattinger Flutopfern im Hotel Ruhr Inn (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Am Dienstag (20. Juli 2021) war Bürgermeister Dirk Glaser (parteilos) im Hotel Ruhr Inn. Dort setzte er sich bei strahlendem Sonnenschein mit Betroffenen des Hochwassers zusammen, um sich ihre Sorgen anzuhören und mögliche Lösungen zu eröffnen. Von den anwesenden sind einige deutlich enttäuscht, dass die Stadt teilweise in ihrem Fall noch gar nicht reagiert hat. Eindringlich schildern sie, dass sich sich besonders in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag allein gelassen fühlten. In der war innerhalb weniger Minuten war das Gelände an der Pannhütter Straße überflutet, die Häuser, die in einer Bodensenke stehen, hätten als schnell zu einer Falle werden können. Trotz verzweifelter Notrufe in Richtung Feuerwehr und Polizei erscheint niemand. „Ein zufällig vorbeikommender Wagen des THW war unserer Rettung, “ schildert ein Betroffener.

Bürgermeister Dirk Glaser wirbt um Verständnis für die Situation. In der Nacht seien die Leitstellen, alle Einsatzkräfte weit über ihre Grenzen gegangen. „Trotzdem darf es natürlich nicht passieren, dass derartige Hilferufe (scheinbar) keine Reaktion hervorrufen“, so der Verwaltungschef. Er sagt zu, dass dieser konkrete Fall sicher in der Analyse des Einsatzgeschehens ganz genau besprochen werde. Möglicherweise habe man sich zunächst auf die Ruhr und die anliegenden Gebiete konzentriert und den Sprockhöveler Bach an der Pannhütter Straße, der noch nie so gefährlich geworden sei, unterschätzt.

Eine Mitarbeiterin des Rathauses nimmt nach dem Gespräch, zu dem auch die erste Beigeordnete Christine Freynik erschienen ist, die Daten der Betroffenen auf und vermerkt welche Hilfen sie benötigen. Diese werden in eine Datei eingetragen, mit der die Stadt Spender und Hilfesuchende zusammenbringen möchte. (Hier sind alle Hilfsangebote aufgelistet) Die Stadt wird demnach auch dabei helfen Container zu organisieren, gegebenenfalls Handwerker zu koordinieren. „Wir müssen wissen, welchen Bedarf es gibt, erst dann können wir handeln,“ appelliert Dirk Glaser an die Hattinger Bevölkerung,m das Bürgertelefon zu nutzen und zu melden woran es fehlt. „Das kann eine Wohnung sein, die für einige Wochen gebraucht wird, ein Bett, damit die eigene Wohnung wieder bewohnt werden kann oder manchmal reicht schon eine Kaffeemaschine. Viele benötigen auch Arbeitskraft, um Keller leerzuräumen oder Geschäfte zu reinigen. Wir werden versuchen die Spender und Suchenden passend zusammenzubringen.“

Dirk Glaser und Christine Freynik im Gespräch mit Hattinger Flutopfern im Hotel Ruhr Inn (Foto: RuhrkanalNEWS)

Gut eine Stunde nimmt sich der Verwaltungschef Zeit, um mit den Betroffenen im Ruhr Inn zu sprechen, sich ihre Sorgen und Nöte anzuhören. Viele der Anwesenden wurden aus der Schleusenstraße evakuiert. Meistens machen sie sich Sorgen darüber, wie die Wohnung bei der Rückkehr aussieht und wie sie zu trocken ist. Ein Mann sorgt sich vor allem um seinen geliebten Wohnwagen, der für ihn offenbar ein bisschen Freiheit im Alter bedeutet. Nicht alle sind zufrieden, als der Bürgermeister mit der ersten Beigeordneten wieder geht, laut äußern möchte es aber auch niemand. Doch die, die das Gesprächsangebot aktiv nutzten und ihren Ärger ansprachen, sind nach dem Treffen deutlich erleichtert und beruhigter von den Hilfsangeboten die es in Hattingen gibt.

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