Zwölf Stunden im Einsatz: Hattinger Feuerwehr unterstützt bei Großbrand in Herdecke

Brandeinsatz Loerfeld (Foto: Feuerwehr Herdecke)
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Hattingen/Herdecke – Ein Großbrand in einem Recyclingbetrieb im Herdecker Gewerbegebiet Loerfeld hat am Montag zahlreiche Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus der Region über viele Stunden beschäftigt. Auch elf ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr Hattingen waren seit dem frühen Morgen vor Ort. Sie bauten unter anderem eine zusätzliche Wasserversorgung auf und übernahmen später einen eigenen Abschnitt bei der Brandbekämpfung.

Für die Feuerwehr Herdecke hatte der Einsatz bereits in der Nacht begonnen. Um 0.28 Uhr waren die ersten Kräfte zunächst wegen einer Geruchsbelästigung in das Gewerbegebiet Loerfeld alarmiert worden. Bei der Erkundung stellte sich schnell heraus, dass es in einem abfallverwertenden Betrieb brannte. Die Feuerwehr Herdecke löste Stadtalarm aus und forderte im weiteren Verlauf umfangreiche Unterstützung aus der Region an.

Um kurz nach 3 Uhr erreichte die Alarmierung auch die Feuerwehr Hattingen. Elf ehrenamtliche Kräfte der Löschzüge Mitte, Nord und Elfringhausen machten sich mit zwei Fahrzeugen auf den Weg nach Herdecke.

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Eine ihrer ersten Aufgaben war die Sicherstellung einer zusätzlichen Wasserversorgung. Mit dem aus Hattingen mitgeführten Schlauchwagen wurde eine weitere Leitung zur Einsatzstelle aufgebaut.

Im weiteren Verlauf übernahmen die Hattinger Einsatzkräfte einen eigenen Abschnitt der Brandbekämpfung. Zunächst wurden dort zwei Strahlrohre eingesetzt. Zusätzlich erfolgte die Brandbekämpfung im Bereich der Halle über ein Wenderohr auf der Drehleiter der Feuerwehr Herdecke.

Zeitaufwendige Löscharbeiten

Die Bekämpfung des Feuers gestaltete sich ausgesprochen aufwendig. Das Brandgut in dem Recyclingbetrieb musste mit Baggern und Radladern Stück für Stück aus dem betroffenen Bereich herausgeholt, kontrolliert und anschließend von Hand abgelöscht werden. Mitarbeiter des Unternehmens unterstützten dabei die Einsatzkräfte.

Zeitweise waren nach Angaben der Feuerwehr Herdecke rund 160 Einsatzkräfte vor Ort. Neben den Feuerwehren aus Herdecke und Hattingen waren unter anderem Kräfte aus Wetter, Witten, Gevelsberg, Dortmund und Hagen beteiligt. Hinzu kamen das THW, die Johanniter, Polizei, Ordnungsamt, Technische Betriebe sowie weitere Einheiten des Ennepe-Ruhr-Kreises. Den Grundschutz für das Herdecker Stadtgebiet übernahm während des Großeinsatzes die Feuerwehr Sprockhövel.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung in mehreren Herdecker Stadtteilen und Gewerbegebieten über die Warn-Apps NINA und KATWARN aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Messfahrzeuge des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Stadt Hagen und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima NRW führten an verschiedenen Stellen Messungen durch. Nach Angaben der Feuerwehr Herdecke ergaben diese bis zum Nachmittag keine Belastung.

Auch mehrere Straßen rund um die Einsatzstelle wurden gesperrt.

Schwelmer Kräfte lösen Hattinger Feuerwehr ab

Für die elf Hattinger Feuerwehrleute wurde es ein langer Montag. Erst im Laufe des Mittags wurden sie durch nachrückende Kräfte der Feuerwehr Schwelm abgelöst. Anschließend ging es zurück nach Hattingen, wo Fahrzeuge und Ausrüstung wieder einsatzbereit gemacht werden mussten.

Gegen 15 Uhr war der Einsatz für die Hattinger Kräfte schließlich beendet – rund zwölf Stunden nach ihrer Alarmierung.

Die Feuerwehr Hattingen hob anschließend besonders die gute Zusammenarbeit der zahlreichen beteiligten Feuerwehren und Hilfsorganisationen hervor. Der städteübergreifende Einsatz habe einmal mehr gezeigt, dass die Zusammenarbeit im Ennepe-Ruhr-Kreis im Ernstfall nicht an kommunalen Grenzen endet.

Während die Hattinger Kräfte zu diesem Zeitpunkt bereits wieder eingerückt waren, liefen die Löscharbeiten in Herdecke weiter. Mit einem Ende des Großeinsatzes rechnete die Feuerwehr Herdecke erst in den frühen Abendstunden.

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