Nebenbei bemerkt…
… geht mich das Ganze ja irgendwie nichts an. Aber: Stehen Sie auf Vinyl?
Ich zugegebenermaßen schon. Denn was früher als Parkett in Fischgrätoptik einiges hermachte, später zu Laminat verbilligt wurde, ist jetzt bei mir zu Hause aus dem Material Vinyl. Sie ahnen oder wissen natürlich schon, dass ich über Fußbodenbeläge schwadroniere, oder?
Wir älteren Semester kennen Vinyl aber vor allem von unseren heiß geliebten Plattensammlungen her. Ob Beatles, Stones, Joao Gilberto, Pink Floyd, John Denver, Placido Domingo, Dolly Parton, Anita O‘Day oder Steve Harley: Mag ihre Stilrichtung auch unterschiedlicher Art sein, gemeinsam hatten sie alle, dass ihre musikalischen Preziosen als Singles oder LPs aus Vinyl gepresst wurden.
Das war über Jahrzehnte „state of the art“. Und dann kamen die CDs und schon wurde in rauchgeschwängerten Räumen, oft in Verbindung mit berauschenden Getränken, nächtelang hitzig darüber diskutiert, was besser klänge: Analoges oder Digitales.
Wenn wir ehrlich sind, ist diese Diskussion bis heute in den Zeiten von MP3 und Streaming nicht abgeebbt. Ich habe inzwischen ein Alter erreicht, in dem das Gehör sowieso nicht mehr auf jede Tonhöhe und Bass lastige Tiefe anspricht und bin da raus.
Nichtsdestotrotz erinnere ich mich an mein Aufatmen, als auch ich endlich einen CD-Player mein Eigen nennen konnte. Vorbei damit das blöde Wiederauftauchen aus sphärischen Live-Klängen à la Stomu Yamashta, bloß weil die Platte nach höchstens 25 Minuten umgedreht werden musste.
Daher kann mich bis heute niemand locken mit dem Vinyl-Revival in Sachen Musik. Und am 18. April, dem „Record Store Day“, sozusagen dem heiligen Tag der LP-Liebhaber, hat mich keiner dieser Läden locken können. Stattdessen habe ich aus persönlicher Retro-Vorliebe mal wieder eine alte CD hervorgekramt und „The Manhattan Transfer Live“ genossen, verrät hier zum Nachahmen empfohlen Ihr und euer Schorsch auffem Kirchplatz.























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