Spargel

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Nebenbei bemerkt…

… geht mich das Ganze ja irgendwie nichts an. Aber: Lassen Sie sich gerne in die Irre führen?

Was ich heute damit meine, möchte ich gerne anhand von ein, zwei Beispielen darlegen. Da hätten wir so wunderbare Worte in unserer schönen deutschen Sprache wie Faulpelz oder auch Schlafmütze. Beide strahlen Wärme aus, Behaglichkeit und meinetwegen auch die Lust, zu leben anstatt zu leben, um zu arbeiten. Oder das klangvolle Wonneproppen, das von Fröhlichkeit kündet, gepaart mit einer gewissen Feistigkeit. Also auch eher in Richtung genussvoll im Dasein.

Und dann stoßen wir – gerade um diese Jahreszeit herum – auf das Wort „Spargel“. Zwischen etwa März und Juni landet er gern auf den heimischen Tischen, ist weiß, violett oder grün, sollte nicht holzig sein und in seinen hellen Färbungen ist das Schälen vor dem Kochen (Grillen, Dünsten, Braten) unerlässlich und lästig.

Vor allem aber ist das Wort Spargel selbst mehr als irreführend – im Vergleich zu den Beispielen am Anfang dieses Textes. Es steckt nämlich nichts Leckeres drin, nichts Vergnügen Bereitendes. Dafür aber das, wofür der Deutsche immer sehr empfänglich ist: das Sparen. Doch leider schließen sich der Spargel-Genuss und das Spar-Vergnügen aus. Bei einem Kilo des empfindlichen Gemüses ist der Käufer schnell bei 15 bis 19 Euro.

Ich bin bei Spargel übrigens und angesichts des Preises zum Glück raus. Ist nicht so meins. Fleisch ist mein Gemüse, verrät hier vielmehr Ihr und euer Schorsch auffem Kirchplatz.

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