Hattingen – Gutes Wetter, ausgelassene Stimmung und ein schöner Anlass: Vor dem Hattinger Rathaus sind vergangene Woche die erfolgreichsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Stadtradelns ausgezeichnet worden. Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing überreichte gemeinsam mit Mobilitätsmanager Johannes Fröhlich sowie Vertreterinnen und Vertretern der Sponsoren Urkunden und Preise an die Siegerinnen und Sieger.
Beim bundesweiten Wettbewerb belegte Hattingen mit insgesamt 118.622 geradelten Kilometern den zweiten Platz unter den kreisangehörigen Städten im Ennepe-Ruhr-Kreis. Insgesamt legten 609 Teilnehmende auf 7.068 Fahrten die Strecke gemeinsam zurück und setzten damit ein starkes Zeichen für klimafreundliche Mobilität.
Dass die diesjährige Aktion trotz eher ungünstiger Wetterbedingungen so erfolgreich verlief, freut Mobilitätsmanager Johannes Fröhlich besonders. Während des dreiwöchigen Aktionszeitraums erschwerten kühle Temperaturen und zahlreiche Regentage das Radfahren. „Umso erfreulicher ist es, dass so viele Hattingerinnen und Hattinger trotz des wechselhaften Wetters aufs Rad gestiegen sind und ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt haben. Das Stadtradeln hat sich in Hattingen fest etabliert. Es gibt mittlerweile viele Stammteilnehmende und jedes Jahr kommen weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter hinzu“, sagt Johannes Fröhlich.
Bereits zum sechsten Mal beteiligte sich die Stadt Hattingen an der bundesweiten Kampagne. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren rund 567.000 Kilometer beim Stadtradeln in Hattingen zurückgelegt. Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing sieht in der großen Beteiligung auch einen Ansporn für die weitere Entwicklung der Radverkehrsinfrastruktur: „Radfahren und Stadtentwicklung gehören für mich eng zusammen. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unser Radwegenetz attraktiver zu gestalten. Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen für das Fahrrad als Alternative zum Auto zu gewinnen. Denn nur so gelingt uns die Mobilitätswende, und nur so kommen wir beim Klimaschutz weiter voran.“
Möglich wurde die Preisverleihung auch durch die Unterstützung der Stadtwerke Hattingen, der Sparkasse Hattingen und von Hattingen Marketing. Sie stellten Geld- und Sachpreise zur Verfügung, darunter Tischgrills, Hattingen-Tassen, Sekt, Gutscheine für Stadtführungen, Fahrradkarten, Reflektorenbänder und Fahrradsattelüberzüge. Die Sparkasse Hattingen unterstützte zudem das Schulradeln mit Preisgeldern für die Klassenkassen der erfolgreichsten Schulen.

Stadtradeln 2026 Preisverleihung (Foto: Stadt Hattingen)
Die Siegerinnen und Sieger im Überblick
Einzelwertung Männer
Platz 1: Gerd Isenberg (Radeln gegen Rechts) – 1.982,5 Kilometer
Platz 2: Jakob Rang (DLRG Hattingen-Süd) – 1.578,0 Kilometer
Platz 3: Johannes Stalling (DLRG Hattingen-Süd) – 1.472,0 Kilometer
Einzelwertung Frauen
Platz 1: Ursula Teuber (RSV Hattingen 1983 e. V.) – 1.031,5 Kilometer
Platz 2: Silke Hestert (Aktiv-Praxis Dumke & Hestert und Freunde) – 906,0 Kilometer
Platz 3: Claudia Koch (Radeln gegen Rechts) – 904,9 Kilometer
Teamwertung
Platz 1: Aktiv-Praxis Dumke & Hestert und Freunde (Team-Captain: Tilmann Dumke) – 22.883,5 Kilometer
Platz 2: Radeln gegen Rechts – 9.419,1 Kilometer
Platz 3: Offenes Team Stadt Hattingen – 5.923,7 Kilometer
Schulradeln – Einzelwertung
Platz 1: Lotta Witthaus (Gymnasium Holthausen) – 1.086,2 Kilometer
Platz 2: Florian Löchner (Gymnasium Holthausen) – 634,9 Kilometer
Platz 3: Emre Altinkaynak (Gymnasium Holthausen) – 508,1 Kilometer
Schulradeln – Teamwertung
Platz 1: Gymnasium Holthausen (Sekundarstufen I und II) – 12.150,4 Kilometer
Platz 2: Gesamtschule Hattingen (Sekundarstufen I und II) – 3.808,0 Kilometer
Platz 3: Gymnasium Holthausen – Unterteam „Fahrrad“ – 1.624,8 Kilometer


























Die Aktion machte sichtbar, welches Potenzial das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel hat, Respekt vor den Leistungen.
Wie viele der geradelten Kilometer allerdings tatsächlich Autofahrten ersetzt haben, lässt sich aus den Wettbewerbsergebnissen nicht ableiten.
Der Ausbau des Radwegenetzes in Hattingen ist unerlässlich. Insbesondere sollte er getrennt von Fußgängern erfolgen, um Gefahrensituationen zu minimieren.