Quartier „Alte Feuerwache Hattingen“: Freude über Landesförderung

rafen sich zur Übergabe des Förderbescheides auf dem Gelände der Alten Feuerwache: Jan-Christoph Schaberick, Dr. David Wilde, Melanie Witte-Lonsing, Guido Zander (hwg), Meike Riedesel (Ennepe-Ruhr-Kreis) und Marcus Kibilka (hwg)./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
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Hattingen – In zentraler Lage von Hattingen entsteht mit dem Quartier „Alte Feuerwache“ ein zukunftsweisendes Wohnprojekt, das bezahlbaren Wohnraum, soziale Infrastruktur und quartiersnahe Angebote miteinander verbindet. Auf dem historischen Gelände der ehemaligen Hauptfeuerwache entwickelt die Hattinger Wohnungsbaugenossenschaft (hwg) ein lebendiges Quartier mit starkem Bezug zur Stadt und ihrer Geschichte. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben mit rund 9,89 Millionen Euro.

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Die Entwicklung des Areals an der Friedrichstraße/Mörikestraße steht exemplarisch für den Wandel innerstädtischer Flächen: Wo früher die Feuerwehr im Einsatz war, entsteht nun ein Ort des Wohnens, der Begegnung und der Versorgung – mitten in Hattingen und eng verknüpft mit dem urbanen Leben der Altstadt. Die hwg übernimmt dabei als Bauherrin eine zentrale Rolle und setzt mit dem Projekt ein klares Zeichen für nachhaltige, sozial orientierte Stadtentwicklung vor Ort.

„Um angesichts gestiegener Baukosten bezahlbaren Wohnraum in zentralen Lagen weiterhin realisieren zu können, ist die öffentliche Förderung wichtiger denn je. Das zeigt dieses Projekt beispielhaft. Es erhält wichtigen Rückenwind“, betonte Landrat Jan-Christoph Schaberick bei einem Ortstermin. Mit einer Fördersumme von exakt 9.888.602 Euro zählt die „Alte Feuerwache Hattingen“ zu den bedeutenden Quartiersprojekten im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Als zuständige Bewilligungsbehörde fungierte die Kreisverwaltung als Schnittstelle zwischen Land, NRW.BANK, Kommune und Bauherrin hwg. Die Förderung erfolgt aus dem Budgetteil „Quartiere“ und unterstreicht den integrierten Ansatz des Projekts, das Wohnen, Pflege, soziale Angebote und Freiraumgestaltung miteinander verbindet.

Die hwg realisiert auf dem rund 30 Millionen Euro umfassenden Areal fünf vier- bis fünfgeschossige Gebäude mit insgesamt 63 Wohneinheiten. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Gruppenwohnungen für Senioren- und Behinderten-Wohngemeinschaften sowie drei Gewerbeeinheiten für Tagespflege, Kurzzeitpflege und ein Café. Eine Tiefgarage mit 79 Pkw-Stellplätzen sowie 170 Fahrradstellplätzen sorgt für eine zeitgemäße Mobilitätsinfrastruktur.

Von den Wohnungen werden 30 öffentlich gefördert und bieten mit zwei bis vier Zimmern ein breites Spektrum für unterschiedliche Lebenssituationen. Damit schafft die hwg gezielt bezahlbaren Wohnraum in innenstadtnaher Lage – ein entscheidender Beitrag für den angespannten Wohnungsmarkt in Hattingen.

„Städtebaulich ist das Quartier so angelegt, dass sich die fünf Gebäude um einen zentralen Quartiersplatz gruppieren. Ziel ist ein Ensemble mit hohem Wiedererkennungswert und hoher Aufenthaltsqualität“, erläutert Dr. David Wilde, Vorstandsvorsitzender der hwg. Geplant sind unter anderem ein Café als sozialer Treffpunkt, ein zentraler Platz mit Spielflächen, Grünanlagen und Sitzgelegenheiten sowie ein Pavillon mit nutzbarer Dachfläche für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Die besondere Qualität des Projekts liegt auch in seiner Lage: Die Hattinger Altstadt mit ihren vielfältigen Gastronomie-, Einkaufs- und Freizeitangeboten ist fußläufig erreichbar. Gleichzeitig sorgen gute Anbindungen an Bus und Bahn sowie Car-Sharing-Angebote für eine hohe Mobilität.

Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing (SPD) sieht in dem Projekt einen wichtigen Impuls für die Stadtentwicklung: „Ich freue mich, dass die ehemalige städtische Fläche unserer Feuerwehr mit einem zukunftsweisenden Konzept von der hwg neu belebt wird. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist hoch – umso wichtiger ist es, dass dieser mitten in unserer Innenstadt entsteht.“

Mit der Entwicklung der „Alten Feuerwache“ verbindet die hwg die Geschichte des Standorts mit den Anforderungen an modernes Wohnen und stärkt gleichzeitig die soziale Infrastruktur Hattingens nachhaltig.

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