POLIZEI SUCHT SENIOREN-LOTSEN FÜR SPROCKHÖVEL

Die für Hattingen, Sprockhövel und Wetter zuständige Polizeiwache an der Nierenhofer Straße (Foto: Höffken)

Sprockhövel – Die Schockanrufe bei Senioren:innen nehmen zu, alle bisherigen zigfachen Warnhinweise, nicht auf so etwas reinzufallen, halfen nicht immer. Jetzt sucht die Polizei Senioren:innen aus Sprockhövel, die als Multiplikator mitwirken möchten, damit nicht noch mehr ältere Bürgerinnen und Bürger im Bereich der Stadt Sprockhövel Opfer dieser fiesen Maschen der Betrüger werden.

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Und die Taten lassen nicht nach. Ein 87-Jähriger aus Sprockhövel wurde am 1.9. noch Opfer dieser Betrüger, eine 83-jährige Gevelsbergerin am 28.8. und eine 83-jährige am 22. August, ein 97-jähriger Hattinger wurde am 16.8. Opfer und verlor Werte in fünfstelliger Höhe.

Während die Kreispolizeibehörde in den anderen Städten schon zahlreiche Senioren-Lotsen gewinnen konnte, bittet sie jetzt darum, dass sich noch für das Stadtgebiet von Sprockhövel Frauen und Männer im Senioren-Alter melden, die bereit sind, nach entsprechender Schulung durch die Polizei, als Multiplikatoren aufzutreten und durch verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten darauf hinzuwirken, dass ältere Menschen nicht weiter auf diese schäbigen Tricks der Betrüger hereinfallen.

Eine tolle Tätigkeit im Ehrenamt, bei denen man als kommunikativer Mensch viel Gutes erreichen mit dazu beiträgt, dass Straftaten verhindert werden.

Verschiedene Betrugsformen

Die Delikte zum Nachteil von Senioren*innen durch überregionale Tätergruppen erstrecken sich häufig auf Betrugsdelikte im häuslichen Umfeld. Dabei werden die Verhaltensweisen und Dispositionen der älteren Menschen ausgenutzt. Die Senioren*innen verfügen über stark ausgebildetes Sozialverhalten, welches sich durch Höflichkeit, Anstand, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme auszeichnet. Die Täter verfügen über eine gute rhetorische Ausbildung und verstehen es, die Senioren*innen gezielt unter Stress zu setzen und sich deren Sozialverhalten zu Nutze zu machen. Die Hauptbegehungsweisen sind der Enkeltrick und falsche Amtsträger.

Der Enkeltrick wurde mittlerweile auf die Nutzung des Messenger Dienstes WhatsApp ausgeweitet. Die Folgen für die Geschädigten beschränken sich nicht nur auf hohe finanzielle Einbußen, sondern hinterlassen bei den Opfern Scham, Angst, Unwohlsein und vor allen auch Sorge um die eigene Autonomie.

Um dem Trend entgegenzuwirken und somit noch mehr potenzielle Opfer sowie deren Nachbarn und Verwandte sensibilisieren zu können, sollen Helfer und Helferinnen durch das Kriminalkommissariat Prävention/Opferschutz ausgebildet werden. Diese Helfer*innen sollen zukünftig als Seniorenlotsen*innen bezeichnet werden.

Durch eine Zusammenarbeit mit den Lotsen sollen den älteren Mitmenschen Kompetenzen zur Selbsthilfe vermittelt werden. Die Lotsen sollen frei entscheiden können, inwieweit sie sich in die Tätigkeit einbringen wollen. Die Arbeit erstreckt sich über Teilnahme an Messen oder Präventionsständen, selbstständig Vorträge halten, Senioren*innenbesuche, Bekanntmachung der Präventionsbotschaften in der Nachbarschaft und in Senioren*innengruppen. Es handelt sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit. Die Seniorenlotsen*innen werde in einem zweitages-Seminar ausgebildet und erhalten danach ein Zertifikat und eine Schulungsmappe.

Sprockhövelerinnen und Sprockhöveler, die in diesem Bereich gerne mitmachen möchten melden Sie sich bitte bei:

Kriminalhauptkommissarin Kirsten Gehrisch Tel.: 02336 9166 – 2952, Email: kirsten.gehrisch@polizei.nrw.de oder

Kriminalhauptkommissarin Bettina Frauenstein Tel.: 02336 9166 – 2951 Email: bettina.frauenstein@polizei.nrw.de

Die Schulung der Seniorenlotsen für den Bereich Sprockhövel findet in Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt Sprockhövel, Frau Mays am 16. und 17.10.2023, von 08:45-16:00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Sprockhövel statt.

Die Polizei freut sich auf die Bewerbungen derjenigen, die gerne mitmachen möchten, in Sprockhövel als Senioren-Lotse tätig zu werden.

1 Kommentar zu "POLIZEI SUCHT SENIOREN-LOTSEN FÜR SPROCKHÖVEL"

  1. Interesse hätte ich! Aber da man ja im selben Alter wie die Senioren sein muss, kann ich dem leider nicht gerecht werden. Sehr sehr schade! Es wäre doch viel sinnvoller, wenn gerade jüngere Menschen, die einen Bezug zum Internet haben sich dieser Sache annehmen.

Kommentare sind deaktiviert.