Hattingen – Rund um die Gemeinschaftsgrundschule Bruchfeld in der Südstadt gilt ab sofort eine neue Verkehrsführung. Vor dem morgigen Schulstart (2. September 2026) wurde dort eine sogenannte Schulstraße eingerichtet. Die Schilder stehen bereits seit gestern – doch schon jetzt zeigt sich, dass sich nicht jeder daran hält.
Die Lessingstraße ist zwischen der Eichendorffstraße und der Schillerstraße künftig für Kraftfahrzeuge gesperrt – montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr. Zusätzlich wurde die Schillerstraße zur Einbahnstraße umfunktioniert: Sie darf nur noch von der Lessingstraße aus befahren werden, die Einfahrt von der Uhlandstraße ist verboten.

Schillerstraße wird zur Einbahnstraße (Foto: RuhrkanalNEWS)
Hauptkommissarin Alexandra Kovacs war vor Ort, um Anwohner und Autofahrer für die neue Regelung zu sensibilisieren. „Ich bin heute schon morgens hier gewesen und jetzt auch nochmal gezielt gekommen, um die Anwohner und Fahrzeugführer zu sensibilisieren. Viele fahren aus Gewohnheit hierher, und die meisten sind sehr einsichtig“, so Kovacs. Zunächst setze man auf Bürgergespräche statt auf harte Sanktionen: „Wir hoffen erst mal, dass wir durch Sensibilisierung einsichtige Fahrzeugführer haben. Ist natürlich einer dabei, der sich aufregt und uneinsichtig ist, der darf auch mit dem Verwarnungsgeld rechnen.“
Schutz für Schulkinder und Kindergartenkinder
Auslöser für die Maßnahme sind wiederholte Verkehrsverstöße im Umfeld der Schule. „Meine Kollegin Frau Messerle, die hier zuständig ist, kann fast jeden Tag bei der Schulwegsicherung feststellen, dass Eltern hier reinfahren, im absoluten Halteverbot parken und die Sicht für Kinder versperren, die die Straße selbstständig überqueren wollen“, erklärt Kovacs. Gerade jüngere Grundschulkinder der zweiten und dritten Klasse kämen bereits allein oder in kleinen Gruppen zur Schule – bei unübersichtlicher Parksituation und Lieferverkehr ein Sicherheitsrisiko.
Ärger über weggefallene Parkplätze – Drop-Off-Zone als Kompromiss
Nicht alle Anwohner sind von der neuen Regelung begeistert. Durch die Sperrung sind auch einige Parkplätze weggefallen. Hinzugekommene drei Plätze sollen künftig als Drop-Off-Zone dienen, in der Eltern ihre Kinder kurz aussteigen lassen können, bevor sie weiterfahren. Ob das im Alltag reibungslos funktioniert, bleibt abzuwarten. „Das werden wir morgen sehen, wenn der Schulbetrieb beginnt“, so Kovacs.
Die Schulstraße ist zunächst als Testphase für ein Jahr befristet. Danach soll evaluiert werden, wie sich die Regelung bewährt hat.

PHK Alexandra Kovacs weißt freundlich auf die neue Verkehrsführung hin (Foto: RuhrkanalNEWS)
Autos fahren mitten im Interview durch die gesperrte Straße
Wie ernst das Thema ist, zeigte sich noch während des Gesprächs vor Ort. Drei Pkw’s fuhren trotz Sperrung und Beschilderung in die Lessingstraße ein – obwohl der reguläre Schulbetrieb erst am folgenden Tag beginnt. „Da haben wir einen. Schwupp, mitten im Interview ist ein Auto erwischt worden“, kommentierte Kovacs die Szene mit einem Augenzwinkern – ein Beleg dafür, dass die Gewöhnung an die neue Verkehrsführung noch dauern dürfte.


























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