NEUBAU DER STADTWERKE WÄCHST UND GEDEIT

Geschäftsführer Jürgen Wille, Architekt Boris E. Biskamp und Prokurist Jörg Steinmann(v.l.n.r.) vor dem Rohbau der Stadtwerkezentrale (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen -Seit Dezember 2017 entsteht am Weg zum Wasserwerk der Neubau der Stadtwerke Hattingen GmbH. Geschäftsführer Jürgen Wille, Prokurist Jörg Steinmann und Architekt Boris E. Biskamp arbeiten mit ihren jeweiligen Teams an der Realisierung des Neubaus.

Als Jürgen Wille Anfang 2013 die Geschäftsführung der Stadtwerke Hattingen GmbH übernahm, bezog er sein Büro an der Gasstraße in einem veralteten Gebäude aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts. Zahlreiche Untersuchungen und Gutachten haben gezeigt, dass der jetzige Standort an der Gasstraße den Stadtwerken keine Perspektive mehr bieten konnte. „Also trafen Gesellschafter, Aufsichtsrat und Geschäftsführung die Entscheidung uns einen neuen Standort zu suchen“ so der Geschäftsführer Jürgen Wille. Nach umfänglichen Gutachten und Bewertungen hat sich dann herauskristallisiert, dass ein Neubau auf einem Grundstück im Eigentum der Stadtwerke die wirtschaftlichste Lösung ist.

Vom Wasserwerk zum Stadtwerk

Architekt Boris E. Biskamp lobt die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten (Foto: RuhrkanalNEWS)

„Das jetzige Neubaugrundstück der Stadtwerke ist eine grüne Oase mit Ruhranbindung. Der ehemalige Standort des Wasserwerkes liegt in direkter Nähe zum jetzigen Standort und konzentriert zukünftig die komplette Stadtwerke-Logistik an einem Ort“, führt Prokurist Jörg Steinmann aus. Eigenes Grundstück, kurze Wege, viel Entwicklungspotential und gute Erreichbarkeit sind die Argumente die die Entscheidung für den neuen Standort gebracht haben. Der Architekt Boris E. Biskamp, der zusammen mit seinen Partnern das Bochumer Architekturbüro RÜBSAMEN PARTNER Architekten BDA Ingenieure führt, zeichnet für Entwurf und Planung des Neubaus der Stadtwerke Hattingen verantwortlich. „Unser Büro ist bundesweit tätig, da freut es mich besonders, dass es gelungen ist dieses Projekt, für die Stadtwerke Hattingen und für die Stadt in der ich lebe, zu entwickeln.“

Gute Zusammenarbeit

Der Weg bis zum Spatenstich im Februar 2018 war durch viel partnerschaftliches Miteinander und großem Vertrauen zwischen dem Bauherrn und dem 18-köpfigen Planungsteam gekennzeichnet, berichten Wille, Steinmann und Biskamp unisono. „So eine Projektphase ist für alle Beteiligten – Bauherren wie Planer – immer eine intensive Zeit. Die Ziele müssen klar definiert sein, die Chemie muss stimmen, denn“, so Biskamp weiter, „ein gutes Haus kann nur entstehen, wenn Bauherr und Planende gemeinsam und mit großem Einsatz an der besten Lösung arbeiten. Das ist hier vortrefflich gelungen!“

Komplexität des Bauens

So sieht es aktuell auf der Baustelle aus (Foto: RuhrkanalNEWS)

Das architektonische Konzept der Architekten begegnet der Komplexität heutigen Bauens von einer ordnenden Grundposition aus. Nicht modische Abschweifungen, sondern klare Reduktion auf das Wesentliche ist Grundlage für die Schaffung des Neuen. „Der Neubau der Stadtwerke sichert den zukünftigen Funktions- und Raumbedarf der Stadtwerke Hattingen“ sagt Jürgen Wille und Architekt Biskamp ergänzt: „Wir haben zusammen ein Haus entwickelt, indem sich die Mitarbeiter und die Kunden wohlfühlen, ein Haus, dass Offenheit vermittelt und Raum für Kommunikation und Austausch bietet, ein Haus, dass Wertigkeit und Nachhaltigkeit ausdrückt und bei all dem ganz bescheiden bleibt“

Seit Dezember 2017 wächst der Neubau an der Straße Am Wasserwerk Tag für Tag und liegt nach jetzigem Stand gut im Zeitplan „Erdgeschoss und Obergeschoss sind im Rohbau bereits erstellt“, sagt Jörg Steinman. „Voraussichtlich Ende März 2019 wird das neue Haus mit seinen insgesamt rd. 2.600 m² Bruttogeschossfläche fertiggestellt sein“, ergänzt Biskamp. Das Haus wird dann etwa 50 Arbeitsplätze bieten, das sind gut 10 mehr, als in der bisherigen Zentrale. Das ist auch nötig, da immer mehr Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Teilzeit arbeiten. Das heißt, obwohl es mehr Schreibtische und Werkbänke gibt, bleibt die Zahl der Planstellen gleich.

Die neue Zentrale ist an eine schnelle Datenleitung angebunden, die Erschließung erfolgt über den Leinpfad. „Das ist wichtig, denn wir haben ganz klare Vorgaben was den Datenverkehr angeht“, sagt Jörg Steinmann. „Und natürlich wird auch den Kundenkontakt zunehmend digitaler.“ Doch dem wollen die Stadtwerke entgegenwirken. Kunden können sich selbstverständlich vor Ort über neue Angebote informieren oder Fragen zu ihren Abrechnungen stellen. Auch Veranstaltungen auf dem Gelände sind denkbar.

Ehemaliges Wasserwerk bietet optimale Rahmenbedingungen

Architektenzeichnung der neuen Stadtwerkezentrale (Foto: RuhrkanalNEWS)

Auf dem Gelände der neuen Stadtwerkezentrale war bis 1995 das Wasserwerk. Seitdem befand sich dort das Rohrlager, ein Wohnhaus und einige Schrebergärten. „Wir können hier also ein eigenes Grundstück perfekt nutzen“, so Wille. Die Nähe zur Ruhr führte allerdings zu umfangreichen Erdbewegungen auf dem Grundstück. An einigen Stellen wurde Erdreich abgetragen und dort aufgetragen, wo jetzt der Neubau steht. Ein bis anderthalb Meter wurde dort das Niveau angehoben, damit auch Jahrhunderthochwasser ohne Schäden überstanden werden. Das Gebäude ist jetzt auf der gleiche Höhe wir die Becken der Kläranlage. Wenn die Büros und Werkstätten im März kommenden Jahres bezogen werden, haben die Stadtwerke Hattingen rund 7 Millionen Euro investiert. Das ist genau der Rahmen, der nach der Ausschreibung festgelegt wurde. „Und so wie es aussieht, werden wir mit diesem Etat auch auskommen“, so Wille.

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