Ennepe-Ruhr-Kreis- Die Gewerkschaft ver.di ruft ihre Mitglieder in der kommenden Woche erneut zu Warnstreiks auf. Es geht darum, Druck auf die Arbeitgeber zu machen, den Lohnforderungen für die rund 30.000 Tarifbeschäftigten mindestens entgegenzukommen. In der ersten Warnstreikphase am kommenden Montag (16. März 2026) sollen die Mitarbeitenden der Verwaltungen und Kundenzentren ihre Arbeit niederlegen. Einen Tag später folgen die Beschäftigten des Fahrdienstes. Dann werden, so die Ankündigung der Gewerkschaft von der „frühestens Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht“ viele Busse und Bahnen stillstehen.
Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis sind Beschäftigte von der Verkehrsgesellschaft Ennepe-
Ruhr (VER) zum Warnstreik aufgerufen. Dienstag werden im Kreis viele Busse und Bahnen nicht fahren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen. Dort wo Busunternehmen im Auftrag der Verkehrsunternehmen Strecken bedienen, wird es kaum Einschränkungen geben. Das haben zurückliegende Warnstreiks gezeigt.
Die Gewerkschaft beklagt, dass auch zur zweiten Verhandlungsrunde zu den Forderungen der Beschäftigten „kein verhandlungsfähiges Angebot“ vorliege. „Der öffentliche Nahverkehr funktioniert nur, weil unterschiedliche Berufsgruppen Tag für Tag eng zusammenarbeiten – vom Fahrdienst über die Werkstätten bis hin zur Verwaltung. Doch die Beschäftigten spüren den zunehmenden Personalmangel und die hohe Belastung deutlich; viele halten den Betrieb nur durch persönliches Engagement am laufen. Gerade deshalb erwarten sie jetzt endlich ein Angebot der Arbeitgeber, das echte Verhandlungen ermöglicht und der Bedeutung für den Ennepe-Ruhr-Kreis gerecht wird,“ erklärt Michael Schnippering, Bezirksgeschäftsführer ver.di Bezirk Südwestfalen.
Der Gewerkschaftsvertreter bedauert, dass es zu Einschränkungen für die Kundinnen und Kunden kommt, aber ein Streik sei „kein Selbstzweck, sondern das einzige Mittel, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen.“




























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