Witten (lwl). Vom 3. Oktober 2026 bis zum 13. März 2027 ist die Wanderausstellung „Gesichter der Wismut – Vom strahlenden Alltag, Geheimnissen und Folgen des Uranabbaus in der DDR“ im Wittener Industriemuseum zu sehen. Die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Ostthüringen entwickelte Ausstellung erzählt die Geschichte eines Industriezweigs, der die Regionen Erzgebirge und Gera-Ronneburg über Jahrzehnte nachhaltig geprägt hat.
Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet ist weithin bekannt. Weniger bekannt ist, dass sich in der DDR bis zum Ende der 1980er-Jahre eine der bedeutendsten Uranabbau- und Uranaufbereitungsregionen Europas befand. Die Wismut förderte Uran für das sowjetische Atomprogramm. Zurück blieben tiefgreifende Veränderungen für Landschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte des DDR-Uranbergbaus – vom Aufbau der Schächte über die Arbeits- und Lebensrealitäten der Wismut-Familien bis zu den gesellschaftlichen Kontroversen rund um Fortschrittsideologie, gesundheitliche Folgen und soziale Integration.

Die Fördermaschine ist ein Highlight im LWL-Museum Zeche Nachtigall (Foto: LWL/Harms
Führung durch die Ausstellung
Interessierte sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu entdecken. Am Samstag ( 3.10.) bietet Rike Schreiber, die Ausstellungsmacherin und Projektkoordinatorin von der Gedenkstätte Amthordurchgang, eine öffentliche Führung um 14 Uhr an. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.
Weiteres Programm
Neben stündlichen Führungen durch das Besucherbergwerk für Kinder ab 6 Jahren ( 10:30 – 16:30 Uhr, Erwachsene 3 €, Kinder 1,50 €) können ab 11 Uhrkleine Besucher:innen von einem echten Profi das Schmieden erlernen und eigene kleine Objekte herstellen. Interessierte Kinder ab 8 Jahren melden sich dazu an der Kasse an. Dort werden Zeitslots für jeweils 30 Minuten vergeben. Wir empfehlen feste Kleidung ( keine Kunstfasern) und festes Schuhwerk.
Das Museum bietet ganztägig Fahrten mit der eigenen Museumsbahn über das Gelände an und lädt um 12 & 15 Uhr zur Schauvorführung der historischen Dampffördermaschine ein.
Der Eintritt ins Museum ist am 3.10. frei.
Da rund um das Museum keine ausreichenden Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wird den Besuchern empfohlen, das Auto am „Parkplatz Nachtigallstraße“ zu parken.


























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