MALERARBEITEN NICHT BEZAHLT – 20.000 EURO SCHADEN

Amtsgericht Hattingen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen – Vor dem Strafrichter des Amtsgerichtes hatte sich jetzt ein 44-jähriger aus Hattingen wegen Betruges zu verantworten. Der Angeklagte hatte im Jahre 2022 bei einer auswärtigen Malerfirma Malerarbeiten angefragt, ein entsprechendes Angebot erhalten und die Arbeiten dann entsprechend beauftragt.

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Und die Auftragssumme war nicht gerade gering, es handelte sich um über 19.000 Euro. Fast zwei Wochen lang arbeiteten die Handwerker im Juli 2022 beim Angeklagten und führten die beauftragten Arbeiten aus.

Amtsgericht Hattingen – Sitzordnung Saal 1. (Foto: Höffken)

Das bittere Erwachen für den Unternehmer kam dann erst später, nachdem dieser dem Angeklagten die Rechnung präsentierte. Mit 19.970 Euro für Malerarbeiten war der Betrag laut Staatsanwaltschaft die Summe, die diese als Wertersatz vom Angeklagten forderte.

Der Angeklagte vertröstete den Firmeninhaber nach Rechnungsstellung immer wieder, zahlte letztendlich nur zwei Mal 500 Euro. Der Restbetrag ist bis heute nicht beglichen. Seinen finanziellen Schaden bezifferte der Unternehmer mit rund 25.000 Euro. Auch ein von ihm veranlasster Mahnbescheid blieb wirkungslos.

„Ich hörte immer Stimmen in meinem Kopf, die mir sagten, wir schaffen das“, erläuterte der Angeklagte, der zu dieser Zeit die Kontrolle über sein Leben verloren haben will. Noch vor der Auftragserteilung hatte der angeklagte 44-jährige Hattinger eine Vermögensauskunft, früher eidesstattliche Versicherung, abgeben müssen – er war schon vor Auftragserteilung hoch verschuldet, daher auch die Anklage wegen Betruges.

Angeklagter ist seelisch krank

Aufgrund einer krankhaften seelischen Störung, die als paranoide Schizophrenie eingestuft wurde, wurde der Angeklagten im September 2023 vom Amtsgericht einer amtlichen Betreuung unterstellt.

Das dem Gericht vorliegende Gutachten bestätigte die seelische Erkrankung des Angeklagten, diese hatte auch schon die Staatsanwaltschaft Bochum in weiteren Verfahren gegen den Angeklagten attestiert und Verfahrens-Einstellungen vorgenommen. Eine verminderte Schuldfähigkeit wurde angeführt und der Gutachter schloss sogar nicht aus, dass der Angeklagte aufgrund seiner Erkrankung auch schuldunfähig sein könnte.

Der Strafrichter folgte dann dem Antrag des Strafverteidigers Salewski und stellte mit Zustimmung aller Prozessbeteiligten das Verfahren wegen Betruges gegen den Angeklagten ein.

Zivilrechtliche Ansprüche waren nicht Gegenstand des Strafverfahrens.