Malakow-Park-Räuber immer noch nicht gefasst

Raubüberfall: Die operierte Wunde der überfallenen Seniorin nach der Messerattacke. (Foto: Privat)

Sprockhövel – Heute vor acht Monaten (03. Mai 2025) ereignete sich ein Raubüberfall in Niedersprockhövel, bei dem eine 78-Jährige erheblich verletzt wurde. Bis heute (03. Januar 2026) konnte ein Täter nicht beweissicher ermittelt bzw. festgenommen werden.

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Der Raubüberfall im Malakow-Park in Niedersprockhövel an der Hattinger Straße beunruhigte im letzten Jahr Bürgerinnen, Bürger und auch viele Spaziergänger. Alleine gehe ich momentan immer noch nicht wieder im Malakow-Park spazieren“, sagte die überfallene Seniorin im Pressegespräch. Das tat sie allerdings am Samstag, 3. Mai 2025, als sie plötzlich einen Mann hinter sich bemerkte.

Der Malakow-Park in Niedersprockhövel. (Archiv-Foto: Höffken)

„Sie wollen sicher vorbei, weil sie schneller sind“ habe ich ihn gefragt, so die Seniorin zu ruhrkanalNEWS und ergänzte, „er nuschelte nur etwas Unverständliches in einer fremden Sprache und blieb hinter mir“. Dann spürte die Seniorin plötzlich, wie sich einer von hinten an ihrer Gürteltasche zu schaffen machte und versuchte, diese Tasche mit einem Messer abzuschneiden.

„Ich sagte während der Rangelei „hau ab, lass mich los, ergriff dann meinen Stock und habe dem Täter damit einen drübergezogen“, so die Überfallene bei ihrer Schilderung zu unserem Reporter. Der Räuber flüchtete dann den Berg rauf Richtung Hattinger Straße. Die überfallene Frau, die ihre Gürteltasche mit allen darin befindlichen Utensilien (Geldbörse mit Geld, Schlüsselbund, Personalausweis usw.) los war, hatte natürlich auch kein Handy mehr, um die Polizei zu verständigen.

Blut lief aus ihrem Ärmel

Als sie den Berg am Malakow-Gelände zur Hattinger Straße hinaufging, bemerkte sie, wie Blut aus dem Ärmel ihrer Bluse lief und auf ihre Hose tropfte. An der Hattinger Straße angekommen, traf sie auf eine Passantin, die ihr sofort half. Da die Anwahl des Notrufes vom Handy der Passantin nicht funktioniert haben soll, nahm die Passantin die überfallene Seniorin mit in ihre Wohnung und wählte von dort aus den Notruf.

Schon wenige Minuten später traf dann die alarmierte Rettungswagenbesatzung ein und behandelte die Überfallene notfallmäßig. „Auch die Streifenwagenbesatzung und Beamte der Kripo kam dann schnell zu mir“, so die Seniorin. Sie konnte den Kräften der Kripo dann noch den genauen Tatort im Park zeigen, dort konnte allerdings keine verwertbare Spurenlage mehr gefunden werden.

„Man konnte die Haut meines Armes einfach so aufklappen“

Die Überfallene kam dann ins Krankenhaus, wo die klaffende blutende Wunde an ihrem Arm operiert wurde. Eine private Ortung des Handys ergab, dass mit diesem versucht wurde, sich auf der Marienstraße in Castrop-Rauxel einzuwählen.

Schon wenige Tage später erstellten dann Polizeikräfte des LKA ein Phantombild des Tatverdächtigen. Bedauerlicherweise wurde der Presse kein Phantombild des Tatverdächtigen für eine Öffentlichkeitsfahndung zur Verfügung gestellt. „Das hängt mit polizeiinternen Abläufen zusammen“, erklärte Ende Mai 2025 Polizei-Pressesprecher Christoph Neuhaus auf Nachfrage, versicherte gleichzeitig, dass behördenübergreifend auf Basis des Phantombildes „mit allen technischen Mitteln“ nach dem Tatverdächtigen gefahndet würde. Das bestätigte unserer Redaktion auch der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Essen.

Hoffentlich wird der Täter noch ermittelt

„Auch wenn es für mich ein gehöriger Schock war, kann ich nur bestätigen, dass ich mich von den Rettungskräften, von der Polizei und von den Spezialisten des Opferschutzes der Polizei gut betreut und unterstützt fühlte“, sagte die überfallene 78-jährige Sprockhövelerin, die gleichzeitig zu verstehen gab, dass sie hoffe, dass der Täter noch gefasst und bestraft werde. Inzwischen geht es der Sprockhövelerin erfreulicherweise wieder gut und sie kann ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten wieder ausüben.

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