LESERBRIEF ZUM INTERVIEW MIT DEM CDU-BUNDESTAGSKANDIDATEN HARTMUT ZIEBS

Hartmut Ziebs (CDU) (Foto: RuhrkanalNEWS)

Zu unserem zu unserem Bericht “Hartmut Ziebs will mit Direktmandat für die CDU in den Bundestag“ erreichte uns folgender Leserbrief. Die Überschrift wurde von der Verfasserin gewählt.
Der Inhalt von Leserbriefen/Zuschriften spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider. Wir behalten uns vor, Leserbriefe/Zuschriften gegebenenfalls zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.

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Sehr geehrte Damen und Herren, 

Sie stellen in Ihrem Beitrag den Bundestagskandidaten Ziebs vor.

In dem Beitrag schreiben Ihre Autoren, ganz sicher mit dem korrekten Anspruch der Neutralität und Ausgewogenheit, über die unterschiedlichen Sichtweisen von Herrn Ziebs‘ Ende als Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. 

Leider wird dabei aber ein entscheidender Aspekt nicht aufgegriffen, und damit ergibt sich so leider kein klares Bild über die Aktivitäten von Herrn Ziebs als Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes: Herr Ziebs wurde nicht allein von „seinen Gegnern“ kritisiert, sondern von den Spitzen von 13 von 16 Landesfeuerwehrverbänden und von 5 seiner 7 Vizepräsidenten. Alles Menschen, die ihn in der direkten Zusammenarbeit erlebt haben und daher sein Verhalten und Handeln gut kennengelernt haben. Hauptsächlicher Kritikpunkt an Herrn Ziebs war dabei vor allem sein Umgang mit Fakten und Wahrheit. Wie an Ihrer Berichterstattung ersichtlich, wirkt dies bis heute. 

So ist es zum Beispiel eine unwahre Behauptung, seine „Gegner“ hätten sich an der Teilnahme am Christopher-Street-Day gestört. 

Ich bin selbst einer der in Rede stehenden 5 Vizepräsidenten, die mit dem von Ihnen gewählten Begriff seiner „Gegner“ gemeint sind. Ich habe wahrgenommen, dass nicht alle Menschen in seiner Umgebung eine Teilnahme am Christopher-Street-Day völlig unkritisch gesehen haben. Diese Skepsis hatte jedoch in keinem Falle einen irgendwie homophoben Hintergrund, wie er suggeriert. Es ging vielmehr um die Frage, ob das Engagement nicht einseitig sei. Es wurde ein Einsatz auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen angemahnt. Es gab zudem viele begeisterte Unterstützende der Teilnahme am CSD, mich eingeschlossen.

Es entspricht auch nicht den Tatsachen, dass sich irgendjemand seiner Kritiker daran gestört hätte, dass er eine Geschäftsführerin mit türkischen Wurzeln installierte. Richtig ist vielmehr, dass diese Tatsache begrüßt wurde. Kritisiert wurde lediglich und ausschließlich, dass er den Einstellungsvorgang regelwidrig durchgeführt hatte. Mit der Herkunft der Kandidatin hatte dies gar nichts zu tun. 

Unwahr ist zudem, dass sich irgendjemand an seiner Warnung vor einer Unterwanderung durch Rechtspopulisten gestört hätte. Gestört haben sich jedoch breite Kreise daran, dass er in diesem Zusammenhang einen Mitgliedsverband des Deutschen Feuerwehrverbandes in Person von dessen Geschäftsführer völlig unzutreffend, aber erkennbar absichtlich öffentlich in Zusammenhang mit dieser Unterwanderung gebracht hat. Es war somit eindeutig Herr Ziebs, der nachweislich eine Intrige durchgeführt hat.

Es ist dieser Umgang mit Fakten, der die Kritiker von Herrn Ziebs auf den Plan gerufen hat. Es sind somit von ihm skrupellos durch seine wohl dosierten Behauptungen Menschen in die „Rechte Ecke“ gestellt worden, die sich tatsächlich seit Jahrzehnten für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und eine bunte Gesellschaft und Feuerwehr einsetzen.

Auch die einseitige Darstellung, er habe „international Anerkennung“ erfahren, ist so allein nicht zutreffend. Auch international gab und gibt es durchaus Kritiker seines Agierens. Einfache Recherchen bringen dies sehr schnell an den Tag.

Wegen der Wucht seines Agierens haben jedoch viele Menschen Angst, sich ihm entgegenzustellen, weil sie dann heftige Angriffe seines Unterstützerkreises bis hin zu entsprechendem medialen Framing zu erwarten haben – wie es mit seinen Kritikern beim Deutschen Feuerwehrverband auch tatsächlich geschehen ist. Seine eigenen Ausführungen dazu in Ihrem Interview, dass er zu „netzwerken“ gelernt habe, gewinnen dabei eine ganz anderen Zusammenhang.

Es ist bedauerlich, dass ein Mensch, der auf die beschrieben Weise agiert, sich einfach unwidersprochen und geschickt als Wahrer der Interessen der Menschen darstellen und damit Werbung für eine Bundestagskandidatur betreiben kann.

Übrigens: Diese E-Mail ist keiner der im  Interview beschriebenen „zu erwartenden Angriffe“ gegen den Bundestagskandidaten. Ich bin selbst erklärter Gegner von Extremismus jedweder Form, kein politischer Gegner der CDU, und ich setze mich deutlich für eine bunte Gesellschaft und Feuerwehr ein. 

Freundliche Grüße
Frank Hachemer