Kresse 2.0 war lange vor allem eins: Planung. Eine Idee, für manche am Anfang ein Hirngespinst – dann immer konkreter. Und jetzt ist klar: Es geht weiter. Genau das war heute zu spüren. Denn heute blieb es nicht bei Konzepten und Papier. Heute wurde angepackt.
Im ehemaligen Gemeindehaus in Niederbonsfeld herrschte Hauruck-Stimmung: Rund 40 Helferinnen und Helfer aus allen Altersschichten waren nicht zu bremsen. Alte Hasen, junge Eltern mit ihren Kindern, Pfadfinder – alle zusammen, alle mit einem Ziel: Das Haus leer machen, damit der Umbau starten kann. Anfang Februar sollen die Kernarbeiten losgehen, unter anderem der Fahrstuhleinbau – dafür musste heute Platz geschaffen werden.
Räumen mit System: Rot, Gelb, Grün
Damit es nicht im Chaos endet, lief das Entrümpeln strukturiert: Im Vorfeld wurden die Räume mit farbigen Aufklebern markiert. Rot: kann weg. Grün: wird gebraucht. Gelb: wird noch überlegt. So wurde entschieden, was bleibt – und was raus muss.
Entsorgung: selbst organisiert, gemeinsam gelöst
Was auffiel: Hier hat niemand „von oben“ die Abläufe diktiert – und trotzdem lief es souverän. Sperrmüll, Restmüll, Holz, Metall: Es wurde vorgesortiert, die Entsorgung wurde gemeinsam organisiert, und vieles ging mit eigenen Anhängern direkt vom Hof.
Bei dem vielen Metallschrott zeigte sich, wie pragmatisch die Gruppe arbeitet. Einer fragte zwischendurch in die Runde: „Kennt jemand einen Schrotthändler? Meiner kann heute nicht das Metall abholen.“
Kein Drama, kein Chaos – eher dieses typische „Dann lösen wir das eben“-Gefühl, das so einen Tag trägt.
Küchen raus, Theken ab – und ein bisschen Wehmut
Dann ging’s zur Sache: Küchen wurden demontiert, gemauerte Theken abgeklopft, Kartons gepackt. Und ja, da war auch ein Moment Wehmut. Wenn eine Küche zerlegt wird, die über Jahrzehnte gepflegt wurde, geht das nicht spurlos vorbei. Aber selbst das passte zu diesem Tag: Abschied vom Alten – weil etwas Neues kommen soll.
Alles, was später noch gebraucht wird, ist nicht verschwunden, sondern ordentlich im Nebengebäude der Kirche eingelagert.
Kraft und Zusammenhalt haben diesen Hauruck-Tag getragen. Und vor allem: Dieser Tag war mehr als Aufräumen. Er war das Signal, auf das viele gewartet haben: Nach fast zwei Jahren Theorie geht Kresse 2.0 jetzt endlich praktisch los – mit dem großen Hammer.






























Kommentar hinterlassen zu "Kresse 2.0: Hauruck-Tag, jetzt wird’s ernst"