IG METALL UND ARBEITGEBERVERBAND WOLLEN DUALE AUSBILDUNG STÄRKEN

„Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen“ ist eine Bürogemeinschaft aus vier Arbeitgeberverbänden, darunter Tarifträgerverbände für die chemische Industrie, die Metall- und Elektroindustrie und die Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitende Industrie mit zusammen über 420 Mitgliedsunternehmen, die über 75.000 Mitarbeiter beschäftigen. (Foto: AGV Ruhr/Westfalen)

Ruhrgebiet- Weniger Aufträge, weniger Umsatz, Kurzarbeit und der unsichere Blick in die Zukunft: Die hiesigen Unternehmen sind hart getroffen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Gerade die Metall- und Elektroindustrie spürt Druck von vielen Seiten. Aktuelle Zahlen zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt zeigen zudem: Auch am Nachwuchs geht die aktuelle Krise nicht spurlos vorüber. Darum machen sich die IG Metall und die M+E-Arbeitgeber gemeinsam stark für die duale Ausbildung in der innovativen Schlüsselbranche. Ulrike Hölter, 1. Bevollmächtige der IG Metall Ruhrgebiet Mitte, und Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie Ruhr/Vest e.V., rufen gemeinsam die Unternehmen auf, offene Ausbildungsplätze auch kurzfristig noch zu besetzen und noch einmal verstärkt bei Jugendlichen zu werben.

Die IG Metall ist die Metallarbeiter-Gewerkschaft (Grafik: Gewerkschaft)

„Der lange bestehende Fachkräftemangel wird ein Wachstumshemmnis in unserer Industrie bleiben. Die Auszubildenden des Jahrgangs 2020 sind die Fachkräfte, die 2023 stark gesucht werden. Deshalb müssen wir gemeinsam alles unternehmen, um trotz Corona weiterhin ein möglichst hohes Ausbildungsniveau zu erreichen und die Ausbildungsqualität zu sichern“, appelliert Erlhöfer gemeinsam mit Ulrike Hölter an die M+E-Wirtschaft im Ruhrgebiet.

„Die duale Ausbildung ist eine international anerkannte Stärke der deutschen Wirtschaft. Sie sichert die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte und damit die Innovationskraft unserer Unternehmen. Die im internationalen Vergleich geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist auch Ausdruck dieses erfolgreichen Systems“, so Hölter weiter. Als großes Problem bezeichnen Erlhöfer und Hölter die pandemiebedingt fehlende Übergangsgestaltung an den Schulen und die ausgefallenen Präsenzveranstaltungen wie Ausbildungsbörsen und Berufswahlmessen. Erlhöfer dazu: „Derzeit findet kaum berufliche Orientierung für Jugendliche in Schulen statt – deshalb appellieren wir nicht nur an unsere Unternehmen, trotz Krise in die (duale) Ausbildung zu investieren. Sondern wir bitten auch Eltern und Lehrer, die Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen.“ Ihr gemeinsamer Appell: „Wir müssen jetzt handeln, um nach der Krise dynamisch und kraftvoll durchzustarten und den anstehenden Strukturwandel gestalten zu können.“

Der Arbeitgeberverband

Der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Ruhr/Vest e.V. vertritt 105 zumeist mittelständische Mitgliedsunternehmen mit zusammen über 13.000 Beschäftigten und knapp 700 Auszubildenden. Das Verbandsgebiet umfasst das Mittlere Ruhr-Lippe-Gebiet mit den kreisfreien Städten Bochum, Herne und Bottrop, dem Kreis Recklinghausen und den nördlichen Teilen des Ennepe-Ruhr-Kreises. Mehr Informationen gibt es online.

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