HANDBALLKREIS VERSCHIEBT SAISONSTART

Handball (Foto: Schletz /Wikipedia)

Ennepe-Ruhr-Kreis- „Den Spiel- und Sportbetrieb in dieser Zeit zu organisieren, fällt uns Handballern aktuell nicht leicht. Viele Ehrenamtliche waren und sind notwendig, um die vielfältigen Aufgaben, die diese Zeit mit sich bringt, zu erledigen. Alle Vereine haben Hygienekonzepte erstellt und setzen diese mit einem großen Aufwand um.“ schrieb das Präsidium des Handballverbandes Westfalen jüngst an die Vereine. Dem schließt sich der Kreisvorstand des HKI uneingeschränkt an.

Gleichzeitig schlagen die Experten Alarm und warnen vor immensem Schaden für die Wirtschaft, wenn es zu einem zweiten Lockdown kommt. Die Gesundheitsämter beklagen eine Überlastung und können die Infektionsketten nicht mehr nachverfolgen. Bundesweit stehen nach den Berichten der Presse eine Vielzahl von Mannschaften unterschiedlicher Sportarten unter Quarantäne. Vereinsvertreter, Schiedsrichter und Eltern haben gefragt, ob man unter diesen Bedingungen wirklich Handball spielen muss. Mehrere Handball-Landesverbände in Deutschland haben den Spielbetrieb aktuell ausgesetzt.

Der Kreisvorstand wollte keine Entscheidung gegen die Vereine treffen, deswegen wurden diese befragt. „Dafür mussten wir uns zu unserer Überraschung Vorwürfe anderer Kreise anhören, was uns sehr irritiert hat.“ berichtet der Kreisvorsitzende Holger Kück. Davon hat man sich aber nicht beirren lassen, die Meinung der Vereine war und ist dem Kreisvorstand sehr wichtig. Von 40 Vereinen haben 36 ihre Meinung abgegeben, 31 waren für eine Verschiebung des Saisonstarts. Im Kreisvorstand war man sich einig und hat sich deswegen einstimmig für eine Verschiebung des Saisonstarts entschieden.

Auch im gemeinsamen Jugendspielbetrieb mit dem Handballkreis Dortmund wird die Saison verschoben. Das Nikolauswochenende 05./06.12.2020 soll nun der Startermin sein. Sollte auch zu diesem Zeitpunkt kein Spielbetrieb sinnvoll möglich sein, wird man erst mit Beginn der Rückrunde starten.

„Dass uns diese Entscheidung nicht leichtgefallen ist, wird jeder nachvollziehen können.“ erklärt Holger Kück weiter. Alle wollen gerne spielen, aber niemand will krank werden oder andere gefährden. Experten, die die Meinung des Präsidiums des Handballverbandes Westfalen teilen, dass vom Handball keine Gefahren ausgehen, konnte der Kreisvorstand für seine Beratungen hingegen keine finden.

Ein erneuter Saisonabbruch mit alle den damit verbundenen Unwägbarkeiten soll im HKI unbedingt weiterhin vermieden werden. Auch eine Wettbewerbsverzerrung, weil Mannschaften mit reduzierter SpielerInnenanzahl anreisen müssen, will man nicht.

Der Kreisvorstand hat auch für den gemeinsamen Spielbetrieb der Bezirksligen und den Spielbetrieb des HV Westfalen den Antrag gestellt, den bereits begonnenen Spielbetrieb – zunächst bis Ende November – zu unterbrechen.

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