Hattingen – Die Affäre um die rätselhaften Flugblätter in Hattingen nimmt größere Ausmaße an: Wie RuhrkanalNEWS erfahren hat, wurden die dunkelvioletten Zettel mit der Überschrift „Warnung” nicht nur, wie zunächst bekannt, in der Schulstraße verteilt, sondern offenbar in deutlich größerem Umfang – unter anderem auch in der Friedrichstraße, Oststraße und der Talstraße, wie mehrere Leser der Redaktion bestätigten.
Aufgrund der umfangreichen Verteilungsaktion hat inzwischen der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Die Behörde geht damit über die zunächst zuständige Kriminalpolizei hinaus und wertet den Fall offenbar als möglichen Fall mit politischer beziehungsweise religiös-extremistischer Dimension.
Auf dem Flugblatt richtet sich ein religiös motivierter Text mit Koranversen an „Ungläubige” und droht ihnen ewige Bestrafung an, sollten sie den Islam nicht bis zu ihrem Tod annehmen. Wer die Zettel verfasst und verteilt hat, ist weiterhin unbekannt.
Betroffene Anwohner reagierten bereits nach den ersten Funden mit Unbehagen. Eine Anwohnerin der Schulstraße sagte gegenüber RuhrkanalNEWS: „Das ist bedenklich und sollte nicht als dummer Scherz abgetan werden.” Auch aus der Friedrichstraße und Talstraße wurden ähnliche Reaktionen bekannt – Anwohner sprachen von Argwohn und dem Gefühl, bedroht zu werden.


























Dass der Staatsschutz ermittelt ist zu begrüßen. Sehr zu begrüßen ist es auch, dass die RKN die Verteilung dieses „Papiers“ öffentlich gemacht haben. Die Qualitäter der WAZ schreiben wohl noch an einem Bericht?
[Ohne die Kolleginnen und Kollegen der WAZ in Schutz nehmen zu wollen: Man muss von dem Vorgang ja erstmal erfahren. In diesem Fall haben sich Menschen an die RuhrkanalNEWS-Redaktion gewandt, ob sie auch die WAZ informierten, ist uns nicht bekannt (FS)]