Hattingen – Der Flohmarkt auf dem Gelände der Ideenschmiede hat längst Kultstatus. Seit vielen Jahren besitzt er eine feste Fangemeinde – bei den Besuchern genauso wie bei den Standbetreibern. Wie groß der Zuspruch am Ende tatsächlich wird, ist trotzdem jedes Mal ein kleines Überraschungspaket. Das Wetter spielt eine Rolle, manchmal ist jemand krank, manchmal müde oder hat schlicht keine Lust. Und dann gibt es diese Sonntage, an denen viele offenbar den gleichen Gedanken haben: Heute muss ich da mal wieder hin.
Am Sonntag den, 23. August 2026, war so ein Tag. Schon bei der Anfahrt wurde deutlich, dass die Parkplatzsuche diesmal etwas schwieriger werden könnte als bei den vergangenen Flohmärkten. Auf dem Gelände selbst setzte sich dieser Eindruck fort. Rund 25 Stände waren aufgebaut, 28 waren angemeldet. Zwei oder drei Händler fehlten – möglicherweise wegen der nicht ganz sicheren Wetterprognose.
Die Besucher ließen sich davon nicht abschrecken. Nach Einschätzung des Veranstalters war es sogar der bisher besucherstärkste Flohmarkt des Jahres. Und das mitten in den Ferien, in denen eigentlich mit weniger Zuspruch gerechnet worden war.
Auch an anderer Stelle ließ sich ziemlich zuverlässig ablesen, wie gut der Sonntag lief. Die Erbsensuppe war schon früh ausverkauft. Beim Kuchen gab es irgendwann mehr Krümel als Kuchenstücke und auch am Grill sah es nicht wesentlich besser aus – dort hatte man immerhin etwas länger durchgehalten.
Was den Flohmarkt der Ideenschmiede ausmacht, ist die Mischung aus familiärer Atmosphäre, alter Industriearchitektur und einer Stammkundschaft. (Fotos: Holger Grosz,Ruhrkanalnews)
Es war der dritte Flohmarkt in diesem Jahr. Ein weiterer folgt am 11. Oktober. Dass es diesmal besonders gut lief, dürfte auch an etwas mehr Werbung im Vorfeld gelegen haben. Vor allem aber spielte das Wetter mit. Im vergangenen Jahr hatten Regenschauer mehrfach dafür gesorgt, dass sich das Gelände innerhalb kurzer Zeit leerte. Diesmal war es nahezu ideal: trocken, nicht zu warm und nicht zu kalt.
Was den Flohmarkt der Ideenschmiede ausmacht, sind ohnehin nicht Besucherrekorde. Es ist die Mischung aus familiärer Atmosphäre, alter Industriearchitektur und einer Stammkundschaft, die sich teilweise seit Jahren immer wieder hier trifft. Gleichzeitig kommen regelmäßig neue Händler hinzu, für die notfalls auch spontan noch irgendwo ein Plätzchen geschaffen wird.
Und hier gibt es noch das, was auf einem Flohmarkt eigentlich selbstverständlich sein sollte: echten Trödel. Keine Tische voller aktueller Billigware von Temu, Banggood oder AliExpress, sondern gebrauchte Dinge, Fundstücke, Kurioses und manches Teil, bei dem wahrscheinlich nur der zukünftige Besitzer weiß, warum er es unbedingt mitnehmen muss.






























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