EIN WOLF IST KEIN KUSCHELTIER – KREISJÄGERSCHAFT ENNEPE-RUHR INFORMIERT

Im Bereich der Kellerstraße in Witten haben Anwohner heute dieses "wolfsähnliche Tier" fotografiert. (Foto: Privat / Christian Thiele)

Ennepe-Ruhr-Kreis – „Ein Wolf in Ennepetal“ ist derzeit in aller Munde. Auch heute (19. Januar 2023) will man in Witten-Durchholz einen Wolf im Schnee gesehen haben. Die Kreisjägerschaft ist dem nachgegangen und gibt allgemeine Hinweise, falls es wirklich zu einer Wolfsbegegnung kommen sollte.

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„Richtig ist, dass es gerissene Haustiere gibt. Richtig ist auch, dass ein wolfsähnliches Tier mehrfach gesichtet wurde. Gewissheit gibt nur eine DNA Probe“, so Simon Nowack, Vorsitzender der Kreisjägerschaft im Ennepe Ruhr Kreis.

Das Land NRW verfügt inzwischen über ein gut ausgebautes Netz regionaler Wolfsberater. Mittlerweile stehen über 70 Ansprechpersonen dafür zur Verfügung, mit denen für ganz NRW eine flächendeckende Präsenz gewährleistet wird.

Bastian Dobberstein, Hegeringleiter in Ennepetal, berichtet dazu: „Die bisherigen Fälle wurden dem Wolfsberater gemeldet. Leider konnten nicht alle Proben verwendet werden, da sie teilweise zu alt waren. Aber die Proben, die verwertet werden konnten, zeigen keine DNA vom Wolf sondern die DNA von Hunden.“

Dobberstein rät weiter: „Bei Nutztierschäden ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffenen Tierhalter wird daher empfohlen, sich unmittelbar nach dem Auffinden augenscheinlich gerissener oder durch einen Beutegreifer verletzter Tiere an das Landesumweltamt zu wenden. Werktags unter der Telefonnummer 02361-305-0 und außerhalb der Geschäftszeiten, insbesondere an Wochenende unter der Bereitschaftstelefonnummer 0201-714488.

Ein Wolfsberater wird allerdings vor Ort nicht direkt bestätigen können, ob es sich bei dem Hinweis um einen Wolfsnachweis handelt. Vielmehr werden sämtliche Spuren gesichert, die den Experten im Landesumweltamt und Forschungsinstitut Gelnhausen eine fundierte Bewertung ermöglichen.“

Nowack ergänzt: „Auch wenn die bisherigen Sichtungen kein Wolf waren, so ist dennoch Vorsicht geboten. Wölfe werden eher selten gesichtet. Das hängt damit zusammen, dass Wölfe eher den Menschen ausweichen. Direkte Begegnungen finden eher selten statt, am ehesten aus dem Auto. Aber auch dann gilt: Niemals aussteigen. Weiter beobachten, filmen, fotografieren ist dann möglich und dann dem Wolfsberater zu melden.“

Richtiges Verhalten bei einer Wolfs-Begegnung

Weiter führt der Ennepetaler Martin Schmidt, Geschäftsführer der Kreisjägerschaft aus: „Gefährlich wird es, wenn man unmittelbar einem Wolf gegenübersteht. Erst recht, wenn ein Hund bei Spazierengehen an der Leine ist. Wolfsangriffe sind sehr selten. Dennoch kann es passieren, dass man einen Wolf, der eigentlich flüchtet, sichtet. Dies lässt sich auf drei Ursachen zurückführen: Tollwut, Provokation und Futter. Ursache für dieses gefährliches Verhalten von Wölfen ist eine starke Gewöhnung an die Nähe von Menschen verbunden mit Füttern. Dies nennt man Futterkonditionierung und ist höchst gefährlich. Bleibt das Futter aus, kann es dazu führen, dass die betroffenen Wölfe ein aufdringliches und aggressives Verhalten entwickeln.“

„Ein Wolf ist kein Kuscheltier“ mahnt Nowack weiter, „auch wenn der Haushund vom Wolf abstammt, so ist das Verhalten grundsätzlich anders. Wölfe müssen sich von anderen Tieren ernähren. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesumweltministerium Verhaltensweisen bei einer möglichen Sichtung von Wölfen entwickelt.“

Grundsätzlich gilt, dass man sich bei einer Begegnung ruhig verhalten und Abstand wahren sollte. Wenn der Wolf sich nicht zurückzieht und Ihnen die Situation nicht geheuer ist, sprechen Sie laut oder klatschen Sie in die Hände, um sich bemerkbar zu machen. Rennen Sie nicht davon, dies könnte ein Verfolgungsverhalten des Tieres auslösen. Sollte der Wolf sich Ihnen wider Erwarten nähern, bleiben Sie stehen und machen Sie sich groß, versuchen Sie, ihn einzuschüchtern.

Begegnen Sie den Wölfen mit Respekt. Versuchen Sie nicht, sich einem Wolf anzunähern und schon gar nicht, ihn anzulocken. Lassen Sie ihm Raum für den Rückzug. Füttern Sie Wölfe unter keinen Umständen und lassen Sie keine Essensreste liegen. Die instinktive Vorsicht, die Wölfe Menschen gegenüber zeigen, kann verloren gehen, wenn die Tiere positive Reize vom Menschen erfahren. Daraus kann ein problematisches oder sogar aggressives Verhalten des Wolfes entstehen. Soweit die Tipps der Kreisjägerschaft Ennepe-Ruhr, die von Ronald Mayer, dem Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft Ennepe-Ruhr, an die Presse-Redaktionen gesandt wurden.

15 Kommentare zu "EIN WOLF IST KEIN KUSCHELTIER – KREISJÄGERSCHAFT ENNEPE-RUHR INFORMIERT"

  1. Ich denke schon, dass es ein Wolf war. Kleinere Ohren als ein Schäfer.- oder Wolfshund. Die Rute nicht aufrecht….
    Wünsche dir Glück „lieber Wolf“
    das dich kein Fahrzeug und keine Flinte erwischt.
    Pass auf! Der Mensch ist ein gefährliches Raubtier und du kannst ihm nicht trauen.

  2. FieseFritte | 20. Januar 2023 um 18:22 |

    Lieber Wolf. Vor vielen Jahren sahen wir Dich bereits in Sprockhövel. Wir haben es niemandem gesagt, denn Menschen sind Bestien. Bitte verstecke Dich, wie Du es die Jahre zuvor gern hast. Menschen sind dumm. Sie lassen alles offen und du bedienst Dich nur. Sie verstehen es nicht . Bleib gesund und halte Dich von Jägern fern

  3. Karl-Albrecht Kaufmann | 20. Januar 2023 um 19:10 |

    Der Wolf muss abgeschossen werden. So wie in Schweden,wo gerade eine Jagd auf Wölfe stattfindet,um die Zahl der Wölfe deutlich zu reduzieren! Schweden ist viel größer als Deutschland, unddort leben viel wen8ger solcher Bestien.Unsere Politiker gucken nur noch tatenlos zu und schützen die Wölfe mehr als die Landwirte ubd Landschaftsschützer!‘

  4. Robert Bäumer | 20. Januar 2023 um 20:05 |

    Tja, wer schon mal im Herbst in Schweden unterwegs war weiß, dass die schwedischen Landsleute die Elche lieber selber erlegen, statt sie z. B. dem Wolf zu lassen 😉
    Und, lieber Herr Kaufmann, ein bisschen Reflexion tut immer gut. Bestien sind wohl eher wir Menschen.

  5. Lieber Herr Kaufmann
    der Wolf ist sicher keine Bestie. Er ist ein Raubtier und ernährt sich natürlich von Fleisch.
    Sicher ist es nicht schön, wenn Schafe oder Hühner dem Wolf zum Opfer fallen, er würde bestimmt lieber mit einer Sozialkarte beim Discounter hineinspazieren und sich dort versorgen.
    Leute verfallt nicht in Hysterie.
    Nicht füttern , Lebensmittel nicht wegwerfen, damit er den Menschen weiterhin meidet.
    Bedrängt ihn nicht, mit Versuche ihn nett zu fotografieren.
    Ein Jäger der den Wolf respektiert

  6. Die „Bestie“ ist wohl eher der Mensch!! Und Landschaften ohne Tiere verzichten auf Ihren „Schutz“!!

  7. Wie kann man nur so denken, DER WOLF MUSS ABGESCHOSSEN WERDEN??? Der Mensch ist die größte Bestie auf dieser kaputten Erde. Der Wolf war vor dem Mensch da und hat NUR WEGEN DES MENSCHENS die Probleme. Unter ganz bestimmten Bedingungen, wenn der Wolf nachweislich krank (Tollwut ect ) oder Menschen angegriffen hat, würde ich dem zustimmen, aber auch nur dann. Der Mensch verdrängt doch die Wildtiere immer mehr oder jagt Sie einfach nur zum Spaß? Das ist einfach nur abartig und feige. Menschen die solche Kommentare abgeben sind in meinen Augen zur Jagd freigegeben.

  8. Annette Mönninghoff | 20. Januar 2023 um 22:31 |

    Das Foto zeigt wohl eher einen Hund, vielleicht sogar einen Wolfmischling, seit einiger Zeit “ chic “ geworden.Nicht das Tier ist als Bestie zu bezeichnen. Das gilt wohl eher für Züchter und gewissenlose Halter, die ihre Verantwortung ignorieren.

  9. Wenn das erste Kind auf dem Schulweg gerissen wird dann werden wohl einige wach werden. Wenn Bauern und Schäfer ihre Tiere nicht aktiv beschützen dürfen, das heißt den angreifenden Wolf bekämpfen (zur Not mit Schusswaffen), dann wird es immer wieder Wolfsrisse geben. Was soll der Wolf auch sonst machen? Irgendwo muss er ja seine Nahrung herbekommen. Die Jäger beschweren sich ja sogar, dass Rehe gerissen werden. Vielleicht sollte man dem Wolf beibringen, Gemüse anzupflanzen. Ihr lieben Leute, ihr wolltet den Wolf hier in dem dicht besiedelten Deutschland haben, also bitte jammert nicht rum.

  10. Oh mein Gott also ein Wolf geht in erster Linie dem Menschen aus dem weg,es sei den er hat Tollwut ,oder wurde angefüttert dann ist es das verschulden von uns Menschen. Ich habe genug Kontakt zu Wolfshybrieden und auch zu Wölfen gehabt in Gehegen, und kann deshalb auch sagen , daß ich noch nie von einem Wolf angegriffen worden bin ich beschäftige mich seit Jahren und war im Nabu als Wolfsbotschafterin unterwegs .Also bitte der Wolf ist überhauptnicht gefährlich ihr solltet lieber Angst vor Wildschwein Begegnungen haben oder wenn das Wild im Wald mit der Brunft anfängt. Also alle die hier schreiben das Wölfe für uns eine Bedrohung sind haben keinerlei Ahnung . Kleiner Tipp fahrt zu Josef de Bruin einem Wolfsexperten er besitzt in Sonsbeck eine Wolfs auffangen Station.
    Gruß kirchhoff

  11. Der Wolf hat es nicht verdient so von uns behandelt zu werden eigendlich haben wir gar kein Recht auch nur irgend ein Tier einzusperren es sind lebewesen wie wir und wir sind so grausam und machen nach und nach ihre heimaten kaputt dieser Wolf hat das Recht zu leben er hat sich ja nicht ausgesucht wovon er sich ernährt
    Und ich denke es gibt andere Maßnahmen sich zu schützen als wahllos alles abzuschießen Beispiele Wolf oder auch der Steinardler den wir fast ausgerottet haben
    LG.

  12. Magnus Chase | 21. Januar 2023 um 19:51 |

    Ich stimme dir da vollkommen zu Emilia Greenleaf wir haben tatsächlich kein Recht und das sollte aufhören

  13. KEIN Tier egal ob Raub oder oder nicht hat es verdient einfach zu Sterben weil WIR es so wollen HÖRT DOCH EINFACH AUF ich verstehe ja das sie Probleme machen aber für jedes Problem findet sich eine möglich keit und lieber Herr Karl-Albrecht Kaufmann Ich denke und tut mir leid wenn ich ihnen da mit zu nahe trete das sie keine Lösung finden wollen weil es natürlich einfacher wäre das sehe ich auch ein aber wir sollten nicht nur weil wir Angst haben oder wütend sind diese wundervollen Tiere ermorden den ihre gründe mit Schweden herr Kaufmann sind nichts als traurig denn diese Tiere haben es verdient zu leben genauso wie jedes lebe Wesen wir hätten es mit so vielen Tieren auch schon fast Geschäft sie auszurotten ich sage nur wölfe oder Steinardler aber das ist meine Meinung ich hoffe nur das manche Leute ihre Meinung irgendwann ihre Meinung Ändern

    LG.

  14. Ich stimme ihnen in allen Punkten zu kitana Milli und deeblo

  15. Der Nikolaus | 25. Januar 2023 um 19:04 |

    Der Mensch ist das größte Raubtier wenn er kein Fleisch ist köpft er den Salat und raupt der Erde mit Beton das Leben vieler kleiner Lebewesen die Erde ist nur zu rettenden der Mensch sich abschaft und der Wolf wird helfen da die Landwirte ihre Tiere abschafen oder einsperren der Wolf holt sich was er braucht und das ist Fleisch egal welcher Herkunft war alles schon mal da Hungersnot Armut und Krieg liebe grüße von einem Mann der mit vielen Tieren und Pflanzen lebt

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